Da ich ein großer Fan des Liedermachers Reinhard Mey bin, hab ich für die Gitarre mal sein Lied "Meine Söhne geb' ich nicht" um drei weitere Strophen zum Schluß erweitert... ich klimper die zwar nur so vor mich hin auf der Gitarre, aber villeicht interessiert es ja jemanden:

Meine Söhne geb’ ich nicht

C G C
Ich denk' ich schreib euch besser schon beizeiten,
F C
und sag euch heute schon endgültig ab.
G am
Ihr braucht nicht lange Listen auszubreiten,
F G
um zu sehen, daß ich auch zwei Söhne hab.
c F G
Ich lieb die beiden, daß will ich euch sagen,
c F G
mehr als mein Leben, als mein Augenlicht.
C F G am
und die, die werden keine Waffen tragen:
F G am
F G c
Nein, meine Söhne geb ich nicht. 2x

C G C
Ich habe sie die Achtung vor dem Leben,
F C
vor jeder Kreatur als höchstem Wert,
G am
ich habe sie Erbarmen und Vergeben,
F G
und wo immer es ging Lieben gelehrt.
c F G
Nun werdet Ihr sie nicht mit Haß verderben,
c F G
kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht,
C F G am
sind's wert, dafür zu töten und zu sterben.
F G am
F G c
Nein, meine Söhne geb ich nicht. 2x

C G C
Und sicher nicht für euch hat Ihre Mutter
F C
sie unter Schmerzen auf die Welt gebracht.
G am
Nicht für euch, und nicht als Kanonenfutter,
F G
nicht für euch hab' ich manche Fiebernacht
c F G
verzweifelt an dem kleinen Bett gestanden,
c F G
und kühlt' ein kleines glühendes Gesicht,
C F G am
bis wir in der Erschöpfung Ruhe fanden,
F G am
F G c
Nein, meine Söhne geb ich nicht. 2x

C G C
Sie werden nicht in Reih' und Glied marschieren,
F C
nicht durchhalten, nicht kämpfen bis zuletzt,
G am
auf einem gottverlassnen Feld erfrieren,
F G
während Ihr euch in weiche Kissen setzt.
c F G
Die Kinder schützen vor allen Gefahren
c F G
ist doch meine verdammte Vaterpflicht.
c F G am
Das heißt auch, sie vor euch zu bewahren.
F G am
F G c
Nein, meine Söhne geb ich nicht. 2x

C G C
Ich werde sie den Ungehorsam lehren,
F C
den Widerstand und die Unbeugsamkeit.
G am
Gegen jeden Befehl aufzubegehren,
F G
und nicht zu buckeln vor der Obrigkeit.
c F G
Ich werd' sie lehren ihr'n eignen Weg zu gehen,
c F G
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
c F G am
vor keinem, als sich selber grad' zu stehen,
F G am
F G c
Nein, meine Söhne geb ich nicht. 2x

C G C
Und eher werde ich mit ihnen fliehen,
F C
als daß ich sie zu euren Knechten mach.
G am
eher mit ihnen in die Fremde ziehen,
F G
in Armut, und wie Diebe in der Nacht.
c F G
Sie haben nur dies eine kurze Leben,
c F G
Ich schwör's und sag's euch gerade ins Gesicht:
c F G am
Sie werden es für euren Wahn nicht geben!
F G am
F G c
Nein, meine Söhne geb ich nicht. 2x

C G C
Ihr schürt die Angst vorm bösen Islamisten
F C
Und druckt wertlos Papier und nennt es Geld
G am
Nennt manchen Freiheitskämpfer „Terroristen“
F G
Und schürt so Angst und Schrecken in der Welt
c F G
Kein elitärer Schwachsinn wird’s verhindern
c F G
Die Propaganda fällt nicht ins Gewicht…
c F G am
Denn die nächste Zukunft die gehört den Kindern
F G am
F G c
Und uns’re Kinder Geb’n wir nicht. 2x

C G C
Sie werden einst erwachsene Menschen werden
F C
Und mit uns’rer Hilfe störrisch, stolz und stark
G am
Sie laufen nicht schafsähnlich in den Herden
F G
Sondern unabhängig, gütig und autark
c F G
Und wenn ihr versucht die Freiheit zu entweihen
c F G
Wenn unter euch sie knirschend wankt, fast bricht
c F G am
Dann gibt es schon Millionen, die es schreien:
F G am
F G c
Nein uns’re Freiheit nehmt ihr nicht 2x

C G C
Ihr habt die Macht doch längst an uns verloren
F C
Genau genommen: sie noch nie gehabt.
G am
Denn als wir in die Welt hineingeboren
F G
Haben wir uns von der Nabelschnur gekappt
c F G
Ihr glaubt, ihr seid Elite, uns’re Schlauen,
c F G
doch fehlt euch etwas und das kriegt ihr nicht,
c F G am
und das ist uns’re Liebe und Vertrauen

F G am
F G c
Und deshalb siegt ihr nicht
Nein, Elite… ihr siegt nicht