Definition:
http://de.wikipedia.org/wiki/Revolution

In der Vorstellungswelt der traditionalen vorindustriellen Gesellschaften, die auf einer harmonischen Ordnung, auf einem Einklang von Mensch, Gesellschaft und Natur mit dem göttlichen Schöpfungsakt basierte, waren die Gemeinschaft, einzelne Gruppen und auch der einzelne Mensch durch die corruptio (Verderbnis) bedroht, die immer dann gegeben ist, wenn eine Ordnung (Regierungsform) ihre positiven Züge verliert, wenn etwa freie Bürger von anderen einseitig abhängig werden, und wenn dabei die „Tugend“ (virtus) verloren geht, die das eigene Wohl mit dem Gemeinwohl vereinigen soll. In einer solchen Situation ist es geboten, an den Ausgangspunkt zurückzukehren (Machiavelli: Ritorno ai prinicipi), Unordnung wieder in Ordnung zurückzuführen.

Diese Form der Revolution strebe ich an. Nicht auf gewaltsame Art, sondern im Rahmen der momentan geltenden Gesetze, denn wenn die Entwicklungen der letzten Jahre zukünftig so weitergehen, werden wir noch nicht mal mehr die Möglichkeit haben, irgend eine Veränderung herbeizuführen, die nicht nach irgendeinem Gesetz als illegal eingestuft werden kann.

Warum eine Revolution?

Auch wenn sich diese Frage eigentlich von selbst erübrigt, meine Unzufriedenheit aus sämtlichen Blogeinträgen herauszulesen ist und ich kaum einen Leser dieses Blogs über die offensichtlichen Zusammenhänge informieren muss:

Die Spaltung unseres Landes in eine zwei-Klassen-Gesellschaft ist nicht erst seit gestern im Gange. Die jüngsten Ereignisse der Finanzkrise jedoch zeigen, mit welcher Katlschnäuzigkeit und Dreistigkeit von unseren Volksvertretern zugesichert wird, dass sich das alles auf Deutschland nicht auswirken wird und nicht zu sher Einfluss auf das wirtschaftliche Wachstum haben wird. Dazu muss ich mal eins sagen: Das wirtschaftliche Wachstum Deutschlands juckt aber denjenigen der zu der größeren Hälfte der zwei-Klassen-Gesellschaft gehört (nämlich der armen) nicht im geringsten, wenn er nicht mehr dazu in der Lage ist, seine Familie zu ernähren. Dann muss man noch ein schlechtes Gewissen haben, dass man staatliche Leistungen in Anspruch nehmen muss, bekommt noch das Gefühl vermittelt, nutzlos für die Gesellschaft zu sein, ja, gar ein Sozialparasit zu sein, der nur auf Kosten der anderen lebt. Dieses Denken, diese Meinung kommt nicht von den Bürgern selbst, nein, sie wird eingepflanzt, eingepflanzt durch die Politik und in erster Linie durch die Medien, welche die Meinung somit steuern. Der Gedanke der Nächstenliebe, der Gedanke, sich um Mitmenschen zu sorgen und denen etwas zu geben die weniger als man selbst hat, dieser Gedanke wird durch eine Leistungsgesellschaft, deren oberstes Ziel Wachstum und Fortschritt ist untergraben und unterdrückt. Solche Gedanken dienen nicht dem Wachstum.
Weil unsere Volksvertreter aber einen Götzen verehren - in dem Fall Wachstum - welches in jedem Jahr kontinuierlich um einen Prozentsatz seines gesamten wachsen muss (und es gibt nichts auf dieser Welt, das kontinuierliche jedes Jahr um einen Prozentsatz seiner selbst wachsen kann), ist es kein Wunder dass dieses Götzenbild bald allem anderen die Sicht nimmt und zur Sekundärproblematik degradiert.
Im Klartext: Armut in Deutschalnd gibt es nicht. Und wenn es die Armut doch gibt, dann ist sie nicht sowichtig.
Neokonservative Vergleiche mit drittweltländern sollen uns dann an unser Gewissen mahnen: "Schaut euch mal in anderen Ländern um, denen es wirklich arm geht, ihr habt doch gar keinen Grund zumjammern."
Für diesen Spruch könnte man jedesmal ...naja...wir sind ja gegen Gewalt.
Warum dieses Argument total haltlos ist, ist, dass Lebensqualität in dem Fall mit Geld gleichgesetzt wird. Würden wir in einem Land leben, das insgesamt arm ist und somit nahezu alle arm sind, dann hätte man immer noch etwas was sich nicht in Geld messen lassen könnte: Würde. Die Würde, gemeinsam einzustehen, gemeinsam mit den Nachbarn, oder einem gesamten Dorf einen Brunnen ausheben zu müssen,damit die Gemeinschaft etwas davon hat.... noch viele weitere ähnliche Beispiele führen aber dazu, dass man DAZU gehört.
Im Gegenzug dazu erfährt in Deutschland derjenige der unter Armut zu leiden hat AUSGRENZUNG. Begonnen in der Schulzeit - oder gar noch früher - wo das Kind nicht dazu gehört, wenn es nicht diese oder jene Kleidung trägt (weil es die Eltern nicht leisten können), und sich somit eine Haltung manifestiert, dass derjenige, der kein Geld hat, nichts zählt.
Ist es dann ein Wunder, dass so viele Millionen dem System der Ratenfinanzierung und der Kreditvergabe verfallen?
Ich glaube nicht und es ist auch gewollt, dass dieses System zusammenbricht und genau das ist es, was gerade um uns herum passiert. Es stürzt die Ärmeren in noch mehr Armut und somit Abhängigkeit und die Reicheren bekommen rechtzeitig ihr Schäfchen ins Trockene.

In einem Gespräch mit meinem hiesigen Bankfilialleiter sagte dieser mir: "Wenn alle Leute über alles Bescheid wüssten, was ich weiß, gäbe es eine Revolution".

Das Traurige daran ist: Jeder hat eigentlich die Möglichkeit sich zu informieren und über die Dinge Bescheid zu wissen, die eine Revolution zur Folge haben. Die Zeit für eine Revolution ist eigentlich jetzt da.
Früher gestartet wäre es unnötige Panikmache gewesen, aber wenn wir länger warten, wird es nur zwei Möglichkeiten meiner Ansicht nach geben:

1. wir müssen uns unabhängig vom Geld machen, weitestgehend Lebensmittel selbst anbauen oder züchten, unabhängig vom Öl machen und aus dem gesamten Finanzsystem aussteigen, oder
2. mit dem großen Crash finanziell untergehen.

Wer keine der beiden Möäglichkeiten in Betracht ziehen möchte (ich strebe persönlich die erstere an), wird sich dem Gedanken der Revolution stellen müssen. Zurück zum alten Recht, zurück zu dem Punkt an dem Vermögensverhältnisse noch gleichmäßiger verteilt waren.
Deutschlands Wirtschaft sind nicht nur die oberen Zehntausend, es sind auch die kleinen Konsumenten, die Nahrungsmittel brauchen. Durch den systematischen Zerfall der Binnenwirtschaft wird uns aber doch demonstriert, was der kleine Bürger für den Volksvertreter ist: Wahlvieh.

Aktionen braucht das Land

Also was ist eine geeignete Aktion, wie man gegen das system rebellieren kann? Ich weiß es nicht, aber ich denke, dass man, wenn man den Kollaps schoin nicht verhindern kann ihn dann schnellstmöglich herbeiführen sollte, bevor die Zustände noch schlimmer werden. Mein erklärtes Ziel ist es daher für mich bis zum Jahr 2009 alle Ratenfinanzierungen und alle Kredite getilgt zu haben, keine monatlichen Kosten für Handy, Telefon, unnötige Versicherungen zu haben (Internet über die Arbeit), alle Nahrungsmittel außer Fleisch selbst angebaut zu haben und so gut wie gar nicht mehr in einer der großen Discountfilialen einzukaufen. Das sind keine großen Opfer, die man dafür bringen muss, um das zu leisten, aber ich bin davon überzeugt, dass man somit eine Menge Geld unserem Land verwehrt, das ansonsten fest eingeplant worden wäre. Statistiken lassen sich nicht auf ewig manipulieren und das Geld, von dem sie sich so abhängig gemacht haben wird irgendwann ausbleiben.

Eine weitere Aktion wäre es, wenn man sich einen jahresvorrat an Lebensmitteln zugelegt hätte (kostet pro Person inklusive Trinken in etwa 1000 Euro... hätte selbst nicht gedacht, dass das so billig ist), ein bisschen Bargeld für die Miete und/oder Nebenkosten und dann für das Jahr 2009 beschliesst, die Arbeit niederzulegen. Zugegeben, das ist der radikalere Weg, aber was könnte man mit den acht zusätzlichen Stunden am Tag alles zusätzlich für sich und seine Familie alles leisten?

Macht kaputt was euch kaputt macht. Dieses System spielt nach Spielregeln, bei denen WIR die Dummen sind und immer verlieren müssen, damit es überhaupt Gewinner gibt. Und wenn einem diese Spielregeln nicht passen, dann spielt man eben einfach nicht mehr mit. So einfach kann das sein... und doch so schwer. Aber wie weit ist jeder Einzelne denn bereit, noch mher von sich und seiner Lebensenergie zu geben für ein System das sich einen Dreck um den Einzelnen schert?