nein, ich kann auch etwas machen. Und auf die folgende Aktion bin ich ganz besonders stolz:
Es geht dabei um den Atomwaffenstützpunkt in Büchel (Rheinland Pfalz)
http://de.indymedia.org/2003/05/52470.shtml
Der Bundeswehr Fliegerhorst Büchel ist im Besitz des 33. Jagdbombergeschwaders der Bundeswehr. (Foto des Logos des 33. Jagdbombergeschwaders)
Es liegt in der dünnbesiedelten Südeifel, in der Nähe des idylischen Moselwein-Ortes Cochem, in einer strukturschwachen Region (30 km vor Koblenz, 120 km vor Köln).
(siehe Kartenzeichnung)
Dort lagern Atomsprengköpfe der Amerikaner, die im Rahmen der sogenannten „nuklearen Teilhabe“ der Bundesrepublik von deutschem Militär bewacht und gewartet werden. Während der „sensible Bereich“ in dem die Atomsprengköpfe gelagert werden (vermutlich in Hangars) allein unter amerikanischer Oberaufsicht steht, werden in der auf dem Fliegerhorst praktizierten deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit Bundeswehrsoldaten an diesen Atombomben ausgebildet. Im Ernstfall dürften sie unter amerikanischen Einsatzbefehl im Rahmen einer NATO-Aktion die Atombomben an ihre Zielorte fliegen und abwerfen.
Das höchste Gericht der Welt, der Internationale Gerichtshof in Den Haag, hat 1996 entschieden, dass die Lagerung der Atombomben in Büchel völkerrechtswidrig ist, und dass die deutsche Bundeswehr ihre Soldaten nicht dazu ausbilden darf, illegale Massenvernichtungswaffen einzusetzen und somit Kriegsverbrechen zu begehen.
Die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Fliegerhorst Büchel (Luftaufnahme siehe Foto) variieren. Bei Aktionen Ziviler Inspektionen in der Vergangenheit hat es schon massive Militär- und Polizeipräsenz gegeben. Auch bei Mahnwachen, die lediglich eine Umrundung des Geländes ohne Überschreiten des Zaun beinhalteten, kam es schon zu Polizeigewalt.
Das Gelände des Fliegerhorstes Büchel hat die Größe eines Industriegebiets, drum herum gibt es einige kleine Dörfer. Am Gelände selber führt eine Bundesstrasse und eine Landstrasse vorbei. Der Zaun ist an den meisten Stellen doppel-reihig und mit Nato-Draht gesichert.
Büchel ist einer der 2 Orte in Deutschland, an dem noch Atombomben gelagert werden. Der 2. Standort ist die Airbase Rammstein. Sie wird allein von amerikanischem Militär kontrolliert.
Am
30.August 2008
soll der Tag sein, an dem wir aktiv werden für eine friedlichere Welt, für eine Welt ohne Atomwaffen... der erste Schritt dafür ist bei uns "vor der eigenen Haustüre zu kehren"
Hierzu ein Bericht von schattenblick.de:
"Vor der eigenen Türe kehren"
Mit großem Schwung und viel persönlichem Einsatz wurde die Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei" an den närrischen Tagen in Mainz weiter entwickelt. Im Mittelpunkt stand dabei insbesondere die weitere Vorbereitung der Aktionen Ende August in Büchel - dem Aktionsschwerpunkt der Kampagne und des Trägerkreises "Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen" 2008.
Für den 23. August bis 1. September 2008 wird ein großes Aktionscamp am einzigen Atomwaffenlager Deutschlands, Büchel/Eifel organisiert. Unter dem Motto "Vor der eigenen Tür kehren" soll dabei die 7. Umrundung des Atomwaffenlagers am 30. August stattfinden, zu der bundesweit von vielen Friedensorganisationen mobilisiert werden soll. Besen sollen dabei im Mittelpunkt von vielen kreativen Aktionen stehen. Hunderte von Aktivisten sollen den Besen schwingen und die dort gelagerten Atomwaffen spielerisch in die Tonne kehren. Parallel dazu sollen die Radsportler um die Pacemakers einen Rundkurs von 29 km um das Atomwaffenlager sieben Mal befahren.
Im Vorfeld der großen siebten Umrundung sollen bereits täglich Umrundungen und Friedensfrühstücke einzelner Gruppen am Haupttor stattfinden: Richter, Ärzte, Bürgermeister und andere. Im Anschluss an die siebte Umrundung sind gewaltfreie Aktionen Zivilen Ungehorsams geplant, die im Aktionscamp durch Trainings vorbereitet werden sollen.
Diese Aktionen um die siebte Umrundung sind somit der Höhepunkt der seit 2002 vom Initiativkreis in Zusammenarbeit mit der GAAA unter dem Motto "Jericho in der Eifel" stattgefundenen Umrundungen des Atomwaffenlagers in Büchel (18 km), um gegen die nukleare Teilhabe zu protestieren und die verantwortlichen Politiker dazu zu bewegen, diese zu beenden. Das nächste wichtige Treffen wird am 5./6. April in Hannover stattfinden. Dort wird u.a. das Zeitraster, die Logistik des Camps, die Abstimmung der verschiedenen Aktionen und die Mobilisierung weiter besprochen.
Unterstützung erfährt die Kampagne zunehmend aus dem Bundestag. Nach einem Beschluss beim Bundesparteitag der Bündnis 90/Die Grünen Ende November 2007 folgten viele positive Antwortbriefe von Abgeordneten aus allen im Bundestag vertretenen Fraktionen, nachdem diese zentral vom Kampagnenrat angeschrieben wurden. Einzig die CDU verweigert bislang eine Antwort.
Das Frühjahr soll dazu genutzt werden, viele Friedensbewegte in ganz Deutschland zur Mobilisierung nach Büchel zu bewegen. Wir haben jetzt eine große Chance, eine neue Dynamik zur weltweiten Abrüstung von Atomwaffen in Gang zu setzen. Lasst uns den Druck auf die Politik erhöhen! - rb.
auch:
http://www.friedenskooperative.de/netzwerk/om08-072.htm
http://www.atomwaffenfrei.de/die_kampagne/index.html
Und nicht zuletzt möchte ich diesbezüglich auch gerne meinen eigenen Stolz bekunden, dass wir mit unserer Band Mary Pranksters am 30. August in Büchel zusammen mit Nina Hagen und anderen Bands für ein atomwaffenfreies Deutschland als Schritt zu einer atomwaffenfreien Welt spielen dürfen.
http://www.marypranksters.com/
http://www.myspace.com/marypranksters
Lassen wir Deutschland erbeben. Rock on.