Ich kann den Spruch nicht mehr hören. Heute ist der CDU-Parteitag und ich höre diese angewärmte Luft von unserer Kanzlerqueen.

Sozial ist was Arbeit schafft...

hat darüber mal jemand genauer nachgedacht?
Sklaven haben auch Arbeit. Ist das deshalb sozial?
Warum ist es sozial, wenn es Arbeit gibt? Ich finde es wäre sozial, wenn man für angemessene Arbeit angemessen bezahlt werden würde. Dass die ganzen Hartz IV Massnahmen und 1-Euro Jobs nicht zum Lebensunterhalt ausreichen, das wird ja schon hinreichend klargestellt. Zum Glück lässt sich von diesem Schwachsinn kaum noch einer blenden.

Aaaaber, wenn ich einen Spruch höre wie: "Jeder Arbeitslose ist ein Arbeitsloser zu viel" ... rein vom Bauchgefühl würde ich ja auch sagen, dass dem so ist... aber genauer betrachtet:

Nehmen wir mal Merkels Utopia an und sie mit der großen Union ("Ohne die Union wäre Deutschland heute nicht da wo es jetzt ist." haha, jaaaa DA hat sie wohl recht) würde es tatsächlich schaffen, in Deutschland die Arbeitslosigkeit zu beenden.

Jeder wäre in Arbeit, egal ob schlecht, ob recht, aber jeder hat Arbeit...

und dann?

Wie ist dann ab dem Zeitpunkt möglich ein Wirtschaftswachstum zu erzeugen, das höher ist als die Inflation?

Mehr Leute einstellen geht ja nicht. Produktivität steigern? Jeder Mensch kann nur ein bestimmtes Maß erfüllen.
Wie soll dann das weitere Wachstum aussehen? Noch mehr Waffen ins Ausland exportieren? Oder würde man nicht eher die gleiche Anzahl an Mitarbeitern entweder mehr arbeiten lassen, oder ihren Lohn kürzen? Oder lieber Arbeiter aus anderen Ländern, die mit weniger Geld auskommen als wir? So oder so... wenn es keine Arbeitslosigkeit mehr gäbe, heisst das doch nicht dass es besser wird. Es wird doch Jahr für Jahr schlimmer.

Dass sich die Union jetzt damit brüstet, dass sie die NEUverschuldung so niedrig gehalten haben... HAHAHA... selten so gelacht. Auf wessen KOSTEN denn? Wer bemerkt es denn jeden Tag an der Zapfsäule und im Supermarkt?

Es gibt NICHTS auf der ganzen Welt, das auf Ewigkeit nur wachsen und wachsen und wachsen kann und zwar jedes Jahr um 3% seines Gesamten. Kein Lebewesen und kein Markt kann das. Die Zentralbanken VERARSCHEN uns! Sie gaukeln uns vor, dass diese Inflationstrate gut ist fürs Wachstum und man sieht es doch in den USA wie sie zur Weltwirtschaftsmacht (auf Pump) geworden sind. Ein riesengroßer Schwindel ist es und in den USA bekommen sie jetzt die Quittung dafür. Und obwohl das Problem doch offensichtlich ist, wird stets der Unterschied zwischen der Federal Reserve und der EZB erwähnt, dabei ist das Wirtschaftssystem trotzdem das Gleiche: Infaltionsrate = Wirtschaftswachstum.

Arbeit für alle? Dann sollten wir einfach in einem autarken Dorf leben, jeder seinen Fähigkeiten entsprechend sich in die Gemeinschaft einbringen... die wenigsten Menschen arbeiten doch mit ihrer Arbeit tatsächlich FÜR die Mitmenschen, sie arbeiten für einen Arbeitgeber, der widerrum unter dem Zweck des Nutzens eigenes Kapital einfährt. Selbst gemeinnützige Gesellschaften haben zumindest ihre Lebenshaltungskosten damit gedeckt. Wir achten kaum noch auf unsere Umgebung. Es muss eine neue Form der Gesellschaft entstehen, meiner Ansicht nach.

Arbeit für alle? Und für wen arbeiten dann alle? Die Hälfte des Lohns geht an den Staat. Und 20 Prozent von allem was wir mit dem Rest kaufen geht als Mehrwertssteuer wieder an den Staat. Damit sind schon 70 Prozent weg. Was machen wir mit dem Rest? Ich schätze mal dass der größte Teil des Restes an Großkonzerne geht. ... Und IST das die Erfüllung?
Kann das der Sinn sein?
Mir ist das nicht genug. Und ich bin bestimmt nicht gierig. Ich will nur wissen, dass das was ich leiste auch meinem Leben zugute kommt. Nur das ist Selbstbestimmung, alles andere ist Fremdbestimmung.

Jeder kann mal drüber nachdenken, wie "frei" er/sie wirklich in seinen/ihren Entscheidungen ist.

Ich möchte frei sein und ich glaube ich bin nicht allein mit diesem Wunsch.