Wenn man junge Eltern fragen würde: "was ist ein Wunder?“, dann würden sie wahrscheinlich ein wenig betroffen lächeln, wenn man ihnen sagen würde, daß ein Wunder „ein gesundes Kind“ ist. Sie würden wohl lächeln und zustimmen – weil sie ihr Kind zweifelsfrei lieben – aber sie würden sich wohl dennoch nicht wirklich darüber im klaren sein, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, ein ganzes Leben lang. Was es bedeutet, ein gesundes Kind zu haben und wie schnell es krank werden kann... seelisch... und psychisch.... bei weitem nicht nur körperlich.
Manche Wunden bluten ewig und vernarben nicht und das gebrannte Kind scheut das Feuer.
Ich selbst kann von mir behaupten, bis zu meinem dritten Lebensjahr gesund gewesen zu sein. In jenem Jahr mußte ich erfahren, daß man als protestantisch getauftes Kind in einem katholischen Kindergarten ein schweres Los hatte.
Ich wurde von den Nonnen dort geschlagen, verspottet, von ihnen vor den anderen Kindern bloßgestellt und als Heidenkind beschimpft. Ich wurde in den Keller gesperrt.
Ein Kind, das in einer magischen Welt bisher gelebt hat – mit magischem wie dem Sandmann, dem Osterhasen oder dem Christkind – wird also von einem Moment auf den anderen brutal aus dieser Welt gerissen und fragt sich eingesperrt in jenem dunklen Keller, wo denn der allmächtige liebe Gott sei, der es aus dieser Gefangenschaft befreien würde.
Da die Hilfe nicht eintrifft, beginnt das Kind, das doch bisher an das Gute im Menschen glaubte, an sich selbst zu zweifeln, beginnt zu denken, daß es selbst etwas falsch gemacht haben müßte.
Und durch dieses einzelne Erlebnis kann das Kind schon eine sehr wichtige Eigenschaft verlernt haben, die es vielleicht nie wieder aufbauen kann: Vertrauen.
Vertrauen in sich selbst und in andere.
Da hilft keine verdammte Therapie, da helfen keine Antidepressiva.
Das Kind ist einfach eine einzige Wunde, die sich nicht schließt.
Eine Wunde die sich deshalb nicht schließt, weil sie immer und immer wieder aufgekratzt wird.

Ich kann mich nicht mit wissenschaftlichen Definitionen brüsten, oder kann empirisch messbare Daten liefern und das juckt mich auch nicht. Ich sehe was ich sehe, ich fühle was ich fühle und jeder konstruiert sich seine Welt, seine Wahrheit, seine Maxime des Lebens.

Was ist Energie?

Der Energieerhaltungssatz war in der Schule für mich das Einzige, was ich an Physik wirklich verstanden habe: Dass in einem geschlossenen System lediglich eine Umverteilung von Energien stattfindet, nichts hinzugefügt und nichts weggenommen werden kann. Meine Überlegung war jetzt folgende:

Normal müsste doch JEDES Lebewesen (vielleicht sogar jeder Gegenstand) die jeweils gleiche Menge an Energie mit sich bringen. Die Vielfalt unseres Lebens zeichnet sich doch durch unsere Spezialisierungen
aus.
Ich bediene jetzt gleich im Folgenden Klischees, die NICHT allgemeingültig sind, die aber wohl durchaus tendenziell in diese Richtung gehen (ich sagte ja schon, ich werde keine empirischen Messungen anführen, sondern nur mein Bauchgefühl reden lassen):

Es gibt Menschen die physisch eher stärker sind und dafür weniger Energie für Intellekt verwenden.

Ähnliches gilt für die Paris Hiltons dieser Welt, die weniger Energie in irgendwelche Arbeit stecken müssen, da sie ihre Ziele oft nur durch ihr Auftreten und Aussehen erreichen.

Es gibt die Intellektuellen, die schon in der Schule eher die Zeit mit Büchern verbrachten als mit Freunden (die sie wahrscheinlich wegen der Bücher nicht hatten),

Dann gibt es die Spasskultur, die ihre Energien nach dem Motto: Live fast die young verwenden, bei jedem Saufgelage und jeder Party vorne mit dabi sind und die im Gegenzug dafür oft eines frühen nicht natürlichen Todes sterben.

Ich stelle mir das so vor: Der Charakter oder die Fertigkeiten eines Menschen sind ähnlich wie bei einem Rollenspiel wie AD&D oder "Das schwarze Auge" zu sehen: Es gibt einen Pool von Punkten und Fertigkeiten die ein Mensch besitzt und die sind alle unterschiedlich verteilt. Prinzipiell gibt es dadurch kein schlechter, kein besser, kein schwarz und kein weiß. Es ist eine Umverteilung der Energien. Wie vergibt man sich diese Punkte, wenn man die Wahl hat? Man vergibt sie so, dass man den Umweltbedingungen entsprechend die bestmögliche Handlungsfreiheit hat und am besten mit den gestellten Problemen zurechtkommt.

Was ist mit unseren "schwächeren" der Gesellschaft? Behinderungen?
Gehen wir von diesem Gesamtpool aus:

- Ist ein Mensch blind, muss er sich um so mehr auf seine anderen Sinne verlassen, die dieses Handicap ausgleichen. Tastsinn und Gehör sind daher wesentlich stärker ausgeprägt. Ich denke das ist nur mit diesem Energiepool zu erklären: Die Energie wird durch seine Blindheit nicht einfach "abgezogen", denn das würde dem Energieerhaltungssatz widersprechen... sie wird umverteilt.

- Ist ein Mensch taub, ist widerrum das Auge eine Kompensationsmöglichkeit in vielen Bereichen: Nicht nur beim Lippenlesen, sondern überall nehmen diese Personen wesentlich mehr visuelle Reize wahr als der "Durchschnitt"

- jetzt wirds interessanter: Taubstumme Blinde: Nach der Umverteilung der Energien müssen diese ja noch viel mehr Energien für die übrigen Sinne haben...

und ich denke ihr wisst worauf ich hinauswill.. zumindest hoffe ich das...
wenn wir das Spielchen so weiterführen kommen wir an den Punkt an dem wir über mehr sprechen als die blossen uns bekannten 5 Sinne. Da kommen wir in einen Bereich der automatisch etwas mit Glauben und Spiritualität zu tun hat. Beispiele wie Birger Sellin...
http://de.wikipedia.org/wiki/Birger_Sellin

autistische Kinder, denen man jahrelang überhaupt keine Fähigkeiten zugetraut hätte, nur weil sie nicht mit unserer Form der Kommunikation in Verbindung treten konnten. Auf Wikipedia steht natürlich viel zu wenig über ihn... lest mal ein zwei seiner Bücher dann wird glaube ich ziemlich gut klar, was ich meine.

Unsere Energien sind da... in JEDEM von uns... aber "SIE" wollen uns erzählen, es gäbe unterschiede, es gäbe die Unterschiede in der Religion, in der Kultur, in der Politik, überall. Das geschieht doch nur um uns zu entzweien, um uns des Bewusstseins zu berauben, dass wir die Herrscher sind und nicht die Sklaven, dass wir die Moral sind, die ein Gesetz erst legitimiert... und nicht UMGEKEHRT. Und der absolut gravierendste Unterschied der herausgearbeitet wird ist der Unterschied zwischen Arm und Reich. Somit wird einem Fetzen Papier mit einer Zahl mehr Bedeutung beigemessen als der menschlichen Seele.

Da ist es doch kein Wunder, dass wir uns unzulänglich und klein fühlen. Aber das wird sich ändern. "Ihnen" ist nicht klar wie sie die Energien, die die Menschen in sich tragen unter Kontrolle bekommen sollen... ich denke sogar sie glauben, dass wenn es weniger Menschen auf der Welt gäbe und somit weniger Energien gegen sie arbeiten, dass sie somit selbst mehr Macht und somit mehr Energie aufnehmen könnten...
ich bin aber der Überzeugung dass es nicht funktioniert, da - wie ich bereits anfangs feststellte - jeder die gleiche Menge an Energien zur Verfügung hat, egal ob ein Herr Bush, eine Frau Merkel, oder das Kind mit Cerebral- und Muskelparese, das sich fünfmal am Tag in die Windeln macht.

Sie sind nicht besser als du... du.... und wir.

Die Energie der Gedanken, die Macht der Gedanken, die Macht der Emotionen, der Empathie und der Liebe.... diese Energien sind es die niemand messen kann.
Diese Energien sind es, die uns niemand nehmen kann.
Und diese Energien EXISTIEREN... jeder der schon mit Trisomie 21-Kids zu tun hatte, wird es bestätigen... was diese Kinder nicht an direkter Intelligenz haben, haben sie an emotionaler Intelligenz und Empathie.
Es passt in das Schema wunderbar hinein: Deswegen sollte in faschistischen Regimen "lebensunwertes" Leben vernichtet werden... darum werden Abtreibungsgesetze gelockert, gerade wenn es um Behinderungen geht... darum wird eine Gesellschaft konstruiert, die es behinderten Menschen erschwert oder je nach schwere der Behinderung sogar UNMÖGLICH macht, normal daran zu partizipieren.
Darum wird Integration nur auf dem Papier betrieben... sie haben Angst vor genau DIESER Energie: Liebe.
Sie tun alles um sie zu unterdrücken und wir assoziieren die Botschaft von der Macht der Liebe oft nur mit Gruppierungen wie "Hippies" oder "Sekte".
Sie bringen uns dazu sie zu HASSEN, weil sie wollen, dass wir uns mit diesem Hass auffressen und ins offene Messer laufen. Der gewaltlose Widerstand wird belächelt nach dem Motto: Gandhi ist tot und jemanden wie Gandhi gibt es nicht mehr... *lächel* ... sind wir noch fähig zu lieben? ... dann ist kein Kampf verloren. Dann ist Hoffnung nämlich nicht nur ein Wunsch, sondern eine wahre Alternative.