Archiv der Einträge: Dezember, 2007
  • Gedankenverbrechen - Intermezzo 5

    Wer kennt es nicht, das Gefühl etwas tun zu müssen, sich zu etwas durchzuringen, von dem man es eigentlich will und doch irgendwie Angst davor hat, es dann auch wirklich umzusetzen?

    Man spürt eigentlich genau, wie einen die Angst vor der Umsetzung lähmt und in der Stagnation gefangen hält. Nur selten packen wir die wirklich wichtigen Dinge im Leben so konsequent an, wie wir es mit den Alltäglichkeiten machen. Woran liegt es? Daran dass wir bei den großen Dingen wesentlich mehr zu verlieren haben als bei Kleinigkeiten? Was ist uns dabei wichtig? Unser Stolz, nicht versagen zu wollen? Oder doch eher die Bequemlichkeit, mit den bereits bekannten Gegebenheiten wesentlich besser umgehen zu können als mit dem großen Unbekannten? Fragen über Fragen, die sich vielleicht schon jeder einmal gefragt hat?

    Doch manchmal verbringt man mehr Zeit mit dem Infragestellen als mit dem Handeln und irgendwann hat man vielleicht sein Leben verträumt. Das folgende Gedicht schrieb ich im Jahr 2000 und ich habe es ausgewählt hier zu veröffentlichen, weil es uns klar machen soll, dass es für manche Dinge irgendwann zu spät ist, dass nicht alles sich noch zu einem späteren Zeitpunkt erledigen lässt und dass manche Dinge zu wichtig sind, um sie einen blossen Gedanken oder Wunsch bleiben zu lassen:

    Zuviel geträumt

    Ein Wimpernschlag: offen; doch immer noch schwer.
    Ich ergründe im Herzen wie ich mich heut fühl,
    An Tagen wie heute bin ich einsam und leer.
    An Tagen wie heute wirkt der Himmel so kühl

    Wenn morgens die Wolken so düster und schwer
    Am Himmel hängen als sehnten sie sich,
    sich auszuweinen, mehr und mehr
    so erfüllt das selbe Gefühl auch mich.

    Durch die Fenster der Seele sehe ich sie
    Meere aus Tränen, fest in mir verschlossen
    Ich möchte darin baden, doch tu ich es nie
    Hab noch keine dieser Tränen vergossen

    Dies‘ Salz halt ich in mir, niemand soll spüren
    Wie tief’s mich bewegt, nicht bei dir zu sein
    Ich lass dunkle Wolken mein Herz zu dir führen
    Und wein‘ dann im Stillen für mich ganz allein.

    Ich wein‘ ohne Ende und ich wein‘ ganze Flüsse
    Die sollen fließen ganz weit, bis zu dir.
    Und mit ihnen sende ich zehntausend Küsse
    Die soll’n dich führen.. lass dich führ’n zu mir.

    So denke ich grad.. und unser Lied klingt schon wieder
    So grausam und schön, läuft’s mir kalt über’n Rücken
    Wo bist du jetzt nur... .. das Lied läuft schon wieder
    Die Zeit vergeht - lässt kaum Raum für Entzücken.

    Schluß jetzt, was träum ich, was will ich nur sagen?
    Was will ich, was mach ich alleine nur hier?
    Ich raffe mich auf, und werd‘s endlich wagen.
    Ich geh jetzt zum Auto, sofort, fahr zu dir.

    Noch schnell ins Bad, und mich für dich rasieren
    Dich halten, dich spüren, oh ich freu mich auf dich
    Ich seh deine Augen – nur noch schnell frisieren
    In den Spiegel ein Blick... - erschüttert es mich.

    Versteinert steh ich – ich kann es kaum glauben
    Zeit heilt die Wunden, so sagt man doch oft
    Die Zeit hat‘s geschafft, mir alles zu rauben
    Hab ich zu lang gewartet und zu lang gehofft?

    Vorfreude sich in Trauer verlierend -
    bemerk ich geschockt am grauen Haar
    das gezeichnet vom Alter meinen Kopf verzierend
    beweist, daß ich seit Jahren nicht bei dir war.

  • Utopia der Löhne

    Neue Ticketpreise.
    Teurere Fahrkarten - mehr Service.

    Ich glaube ich erspare mir dabei jeden Kommentar.

    2. Klasse 2,6 % Erhöhung
    1. Klasse 1,6 % Erhöhung

    Man will damit die Preise "angleichen"...
    wohl genau so wie man Super Benzin und Normalbenzin "angleicht".

    Aber den "Service" den man in der zweiten Klasse bekommt, der ist sein Geld ja wert, nicht wahr?

    Ich habe eigentlich nur darauf gewartet, dass das Argument kommt, dass es an den Streiks liegt.

    Vielleicht muss die Erhöhung aber ja auch sein, um Herrn Mehdorns Gehalt von mehr als einer viertel Million Euro pro Monat und seine durchschnittliche jährliche Lohnerhöhung von 50 % zu finanzieren:

    http://politblog.net/sozialstaat/fahrpreiserhohung-und-skandalose-gehalter-bei-der-deutschen-bahn-ag.htm

    Und wer doch lieber auf den "Focus" vertraut, soll selbst hier nicht enttäuscht werden:

    http://www.focus.de/finanzen/news/bahn-vorstand_aid_117429.html

    Es hat nichts mit Neid zu tun, wenn ich mich über solche unverschämte Zahlen beschwere. Ich würde gar keine 278 000 Euro im Monat ausgeben können... aber es wird doch deutlich wie die "Herrschenden" für sich selbst ganz andere Massstäbe setzen als für das "niedere" Arbeitervolk. Man braucht keine 278 000 Euro, um als Familienvater seine Familie ernähren zu können, aber die Lokführer, die mit 1500 Euro leben müssen, mit Schichtdienst, mit Feiertagsdienst und mit der ständigen Angst, dass jeden Tag irgendein Selbstmörder, dem die Ungerechtigkeit der Welt zu viel wurde (wen wunderts?) von ihnen in Stücke gerissen werden kann... da findet ihr wirklich eine Gehaltserhöhung von 30% utopisch und unrealistisch?
    Warum?
    Nur weil WIR noch keine Lohnerhöhung von 30% bekommen haben?
    Nun, wenn WIR es nicht fordern, werden es sich ANDERE nehmen. Das machen sie seit Jahren. Nicht nur bei der Bahn.
    Ich hoffe dass die Lokführer ihre 30 Prozent bekommen, damit jeder in Deutschland sehen kann, welche Möglichkeiten WIR ALLE haben, wenn wir nur zusammenhalten.

  • Infokrieger fragt... Politiker antwortet

    Bin gestern auf einen Bericht gestossen, wonach Der Oberbürgermeister von Ramstein (wo einer der wichtigsten US-Luftwaffenstützpunkte ist) ziemlich barsch auf eine Kritik am US-Militär reagiert hat:

    quelle:
    http://fluglaerm-kl.de/kolumne_einzeln.php?artikel=20071205

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    Es ist nur schade, dass die rheinland-pfälzische Lokalpolitik nicht nur die Augen fest zumacht vor den Leiden, die sie durch ihr Engagement für die US-Kriegsflughäfen Ramstein und Spangdahlem mitverantwortet, sondern dass einige Vertreter wie der OB Klaus Layes noch aggressiv gegen alle schnappen, die es wagen, Kritik am US-Militär zu üben. Auf meinen Vorwurf

    Wie ich schon schrieb: Amerikaner sind mir als Nachbarn so willkommen wie alle anderen. Ich war dort und wurde sehr gastfreundlich empfangen. Es geht in diesem Dialog aber nicht um Amerikaner sondern um die Verbrechen der US-Armee, die wie Sie wissen von der Mehrheit der Amerikaner abgeleht werden. Ich würde es begrüßen, wenn Sie nicht das Klischee vom Ausländerhass benutzen würden, wenn es um Kritik an den Taten fremder Militärs geht, die hier und sonstwo Menschen quälen.

    kam von ihm der Gegenangriff und die befohlene Einstellung der Kommunikation:

    Den Schmutz und Dreck, "die Steine", die Sie auf eine bestimmte Menschengruppe werfen (US-Soldaten, US-Armee, ...) disqualifiziert Sie hinsichtlich einer objektiven Beurteilungsfähigkeit der US-Bürger, die bei uns wohnen. Bedenken Sie wenigstens einmal, dass mehr als die Hälfte der hier lebenden US-Amerikaner garnicht Militärangehörige sind (Ehepartner, Kinder, Jugendliche ...), mal ganz abgesehen davon, dass Ihre anmaßende Herabwürdigung der Soldaten an sich schon eine bodenlose, niveaulose, geschichtslose, entwürdigende, ungeheuerlich dumme (Pauschal-)Beurteilung dieser Menschen bedeutet.
    Bitte unterlassen Sie es zukünftig mir Ihre Auslassungen zukommen zu lassen, die noch nicht einmal die Wissensvermittlung des Geschichts- und Sozialkundeunterrichts der Sekundarstufe-1 erkennen lassen.

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    Dieser Bericht hat mich dazu veranlasst, Herrn Layes selbst zu schreiben. Ich stelle meinen mailwechsel unzensiert und ungekürzt mal hier einfach zur Verfügung. Ich möchte mich jetzt auch nicht hinter meinem blog verstecken und jetzt die einzelnen Punkte meinerseits rechtfertigen und seinerseits auseinandernehmen. Ich denke, jeder von uns beioden hat seine Standpunkte klar gemacht, jeder sollte sich selbst ein Bild davon machen. Wahrheit scheint wohl doch immer vom Standpunkt des Betrachters abhängig zu sein.

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    Gedankenverbrecher:

    Sehr geehrter Herr Layes,

    Unmittelbar nach 11. September 2001 haben die USA eine internationale
    Koalition gegen den transnationalen Terrorismus zusammengestellt.

    aus: www.politblog.net:

    Am 13. Mai 2007 schrieb ein deutscher Offizier einen eindringlich warnenden
    Brief an Außenminister Frank-Walter Steinmeier: Es gibt keine Entschuldigung
    für das durch unsere westlichen Militärs erzeugte Leid unter den
    unbeteiligten und unschuldigen Menschen.
    (...)
    Ich gerate zunehmend in Widerspruch zu dem, wie die eigenen westlichen
    Truppen in Afghanistan agieren. (...) Es ist unerträglich, dass unsere
    Koalitionstruppen und ISAF inzwischen bewusst Teile der Zivilbevölkerung und
    damit erhoffte Keime der Zivilgesellschaft bekämpfen.
    (...)
    Westliche Jagdbomber und Kampfhubschrauber verbreiten Angst und Schrecken
    unter den Menschen (...) Wir sind dabei, durch diese unverhältnismäßige
    militärische Gewalt das Vertrauen der Afghanen zu verlieren.
    (...)
    Ich stelle dabei zunehmend fest, dass die militärische Lage unzulässig
    geschönt dargestellt wird. Auch deutsche Generäle beschönigen oder
    verschweigen eigene Probleme.
    (...)
    Das Militär droht sich zu verselbstständigen und von den politischen und
    völkerrechtlichen Vorgaben zu lösen. (...) Sorgen Sie bitte mit Ihren
    politischen Verbindungen dafür, die Militärs in die Schranken zu weisen!"

    In genügend unabhängigen Internetblogs ist mit Quellen belegt, wie das Volk
    in Bezug auf die Kriegseinsätze in Afghanistan in Sicherheit gewogen wird
    und wie von der Tatsache abgelenkt wird, dass Deutschland eigentlich nichts
    mehr dort zu suchen hat.

    Die Gefahr des internationalen Terrorismus wird künstlich nach oben gepusht
    und Probleme die selbst erzeugt wurden, werden als Legitimation für
    kriegerische Einsätze genutzt. Mittlerweile weiß das ein großer Teil der
    Bevölkerung, da man dank des Internets zum Glück (noch) selbst Informationen
    prüfen kann und somit anhand geschichtlicher Fakten und logischen
    Schlussfolgerungen durchschauen kann, wie die Kriegsgeschäfte des
    militärisch-industriellen Komplexes vom Leid der Menschen profitieren. Es
    überrascht und erschreckt mich, wie sehr Sie persönliche Angriffe auf
    kritische Anfragen niederregnen lassen, wie sehr die Kriegseinsätze immer
    wieder als
    humanitär notwendig deklariert werden und dass die "Spielchen" die von
    Seiten der USA getrieben werden - und ich denke so kann man das durchaus
    bezeichnen - immer wieder von unserer - und in diesem speziellen Fall auch
    Ihrer Seite gedeckt werden.

    Dass die Taliban-Regierung in Afghanistan überhaupt erst so große Macht
    erreichen konnte, ist ja nicht zuletzt auch auf die Unterstützung durch die
    USA erst zurückzuführen.

    http://www.kriegsreisende.de/wieder/alkaida-cia.htm

    Gleiches gilt für Osama Bin Laden, der ja nach wie vor für die Anschläge vom
    11.September verantwortlich gemacht wird. Er wurde mit CIA-Geldern überhaupt
    erst aufgerüstet.

    http://www.taliban-afghanistan.de/

    Es kann doch nicht sein, dass der einfache Bürger mit solch plumpen Methoden
    über den Tisch gezogen wird: Zuerst wird eine Gefahr kreiert um danach
    dessen Bekämpfung als Legitimation für den Krieg zu holen.

    Und da Deutschland ja nur rein humanitär und zur Absicherung fungiert,
    waschen sich alle die Hände in Unschuld. NATÜRLICH ist humanitäre Hilfe
    wichtig, natürlich ist Friedenssicherung notwendig. Um so mehr gilt es doch
    solche Kriegsgeschäfte, wie sie die USA seit Jahrzehnten betreiben nicht
    länger zu unterstützen. Der 11.September wurde als Legitimation für
    Afghanistan verwendet, der 11.September wurde als Legitimation für den Irak
    verwendet, der 11.September wird als Legitimation für die kommende
    Iran-Invasion verwendet werden.

    Weder konnte bis heute bewiesen werden, dass Osama Bin Laden hinter den
    Anschlägen des 11.September steckte, noch konnte eine Verbindung zum Irak
    hergestellt werden.

    Saddam Hussein selbst wurde von den USA überhaupt erst hochgerüstet:

    http://www.taz.de/blogs/datenscheich/2007/01/02/neues-jahr-neues-spiel/

    Auch für andere Diktatoren gilt das Gleiche.
    Der Diktator Pinochet wurde von den USA eingesetzt:

    http://www.daveinitiv.de/2006/12/13/5/pinochet-abgang-eines-tyrann.html

    Der iranischer Diktator Mohammad Reza Pahlavi

    http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammad_Reza_Pahlavi

    Auch ansonsten gibt es vorzügliche Beispiele für die Interventionspolitik
    der USA:

    http://www.friedenskooperative.de/ff/ff01/2-24.htm

    Es war schon immer so gewesen, dass sie den Krieg also heraufbeschwören um
    ihn dann danach zu beenden, eine großartige Politik, gerade wenn man
    bedenkt, wie der militärisch-industrielle Komplex davon profitieren konnte.
    Unter dem Deckmantel der "Freiheit" und der "demokratischen Werte" gibt es
    kein anderes Land auf der gesamten Welt, welches eine solche Macht auf
    solche Weise missbraucht.

    Welches Land auf der Welt hat denn bislang Atomwaffen gegen Zivilisten
    eingesetzt? Ist es eine Beleidigung DIESE geschichtlichen Tatsachen auch
    auszusprechen, oder muß man sich dann von Ihnen auch als dumm darstellen
    lassen.
    Die Beweise die für den Irak-Krieg vorgelegt wurden, waren gefälscht, das
    ist mittlerweile
    bekannt. Und dennoch wird strikt ignoriert, dass dieses katalysatorische
    Ereignis des 11.September auch nicht so stattgefunden haben KANN, wie es
    offiziell behauptet wird. Und wenn der 11.September die Legitimation für
    Kriege auf der gesamten Welt darstellt alles im Namen der Bekämpfung des
    "internationalen Terrorismus", dann sollte doch der Wahrheitsgehalt
    genauestens überprüft werden. Die Lügen und Halbwahrheiten in Bezug auf die
    Kriege der Bush-Regierung stinken zum Himmel und dennoch werden sie im Namen
    von sogenannter Solidarität weiter unterstützt und getragen. Wenn es unsere
    Pflicht ist, Länder zu bekämpfen, die unrechtmäßig Länder besetzen, die über
    Massenvernichtungswaffen verfügen, die Terrorismus unterstützen, die
    Diktatoren einsetzen, die demokratisch gewählte Volksvertreter durch
    Militärputsche entmachten lassen, die Millionen von Zivilisten als
    Kollateralschaden töten, die mit atomarer DU-Munition die Erde verseuchen,
    die die Stimme des Volkes nicht nur ignorieren, sondern sie mit aller Gewalt
    unterdrücken, die Wahlen manipulieren, die Kriegsrechte verabschieden die
    einen Präsidenten zum alleinigen Diktator machen können, die eine globale
    Weltherrschaft anstreben... dann sollte jeder von uns wissen, von welchem
    Land momentan die größte Gefahr für diesen Planeten und für die von uns
    allen so geschätzte Freiheit und Demokratie ausgeht...
    diese uneingeschränkte und
    unkritische Unterstützung der USA, ganz gleich mit welchen Mitteln die
    Kriegseinsätze gerechtfertigt werden.... die ist kaum zu verantworten. Zu
    oft wurden Lügen betrieben, zu oft
    wurde die ganze Welt an der Nase herumgeführt.

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    Antwort von Herrn Layes (Anm. meine emailadresse ist schattenblind@gmx.de)

    Sehr geehrter ...

    keinesfalls will ich Ihrem Mailnamen die Ehre erweisen, ihn für charakteristisch für das mir dargebotene Schreiben zu machen - Aber wenn Sie schon keinen "Schatten" haben, auf zumindest einem Auge scheinen Sie leicht erblindet zu sein!

    ... fehlt nur noch, dass Sie behaupten, dass die USA auch Hitler erst ermöglicht, eingesetzt, gefördert ... habe um einen "anständigen", "sauberen", "notwendigen" Krieg gegen einen doch eigentlich garnicht so schlimmen Diktator zu führen, nebenbei die Atombombe zu entwickeln (und einzusetzen), ein paar Millionen Juden zu vergasen, Stalin dabei das Überleben zu sichern und diesen Massenmörder auch noch aufzurüsten, damit der seinerseits 60 Millionen Menschen morden und verrecken lassen kann, um dann anschließend mit dem Wettrüsten den ach so tollen Kommunismus der Sowjetunion wieder kaputt zu machen !!!
    Na - das ist doch Stoff für weitere Hirngespinste!!! -- oder???

    MfG
    K. Layes

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    Gedankenverbrecher setzt nach:

    Sehr geehrter Herr Layes, ihre Versuche mich iin eine rechtsextreme Ecke abzuschieben, bestätigen mir, dass Sie nicht auf die von mir genannten Punkte eingehen können und statt dessen mit Diskreditierung arbeiten müssen indem sie Rückschlüsse auf meine Persönlichkeit ziehen anhand meines mailnamens schattenblind.... Schattenblind ist übrigens ein Benefiziprojekt mit dem ich immerhin 6000 Euro an die AIDS-Hilfe spenden konnte, also muss ich mir gewiss nicht untestellen lassen, gegen irgendwelche Minderheiten zu wetteifern oder Diktatoren in den Himmel zu loben. Dass diktatorische Regime IMMER eine Unterdrückung bedeuten bleibt absolut unbestritten, doch kann Frieden nur dann erfahren werden, nachdem Krieg erst provoziert wurde?
    Sie lassen dabei außer Acht, wie sehr GERADE der militärisch-industrielle Komplex von all diesen Kriegen profitiert.
    Haben Sie Angst, zugeben zu müssen, dass die Besatzungsregime der USA mit Guantanamo-Folterungen mindestens ebenso menschenverachtend wie NS-Methoden sind?

    MfG

    Nachtrag:

    Zur Finanzierung von Hitler:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Deterding

    natürlich auch nur Spinnerei, nicht wahr?

    http://www.zeitenschrift.com/magazin/47-hitler.ihtml

    Henry Ford....

    Von den IBM Rechenmaschinen ganz zu schweigen:

    http://www.wsws.org/articles/2001/jun2001/ibm-j27.shtml

    Wohlgemerkt: nicht ICH habe dieses Thema angesprochen, sondern SIE wollten es auf dieser Schiene fortführen und da muss ich mich doch fragen warum?
    Ich ging auf aktuellere Ereignisse ein, die man immer noch leicht nachprüfen kann und Sie zwingen mich stattdessen mich mit Nazihintergründen zu beschäftigen, die aktuell gar nicht zur Debatte standen. Auch da frage ich mich wieder, was das soll.

    MfG

    -------

    Antwort von Herrn Layes:

    Sehr geehrter ...

    da haben wir´s ja wieder!

    Würde ich einen Vergleich des NS-Regimes mit heutigen Diktaturen oder Oligarchien oder Terrorgruppen oder Terrorregimen vornehmen, man (frau) würde mich sicher für politisch bekoppt bezeichnen. Sie nehmen es sich heraus, das Vorgehen der USA pauschal zu verdächtigen - und zwar auf eine Art und Weise (mit NAZI-Regime geleichzusetzen) was für mich nur mit Geschichtsblindheit zu erklären wäre - oder irgendwie anders...!

    Bei aller kritischen Distanz, die man zur gegenwärtigen US-Politik haben kann - das geht zu weit!!!
    Unter diesen Voraussetzungen halte ich es daher nicht für sonderlich fruchtbar, diesen Dialog fortzusetzen.

    Übrigens: Bezüglich Ihres Mailnamens habe ich mich lediglich in satirischer Anspielung üben wollen (auch das muss erlaubt sein - "Freiheit" usw) und stelle keinesfalls Ihr lobenswertes Engagement in Frage!

    MfG
    Klaus Layes

    PS:
    Ich stelle Sie weder in eine rechtsextreme noch in eine linksextreme Ecke - für mich gibt es entweder "Extreme" - ob links oder rechts - oder Menschen mit freiheitlich-demokratischer Gesinnung, die begriffen haben (oder begreifen), dass eine freiheitliche, rechtsstaatliche Demokratie das Ergebnis einer Entwicklung im christlich-abendländischen/humanistisch-aufgeklärten Europa unter Einschluss Nordamerikas ist.
    Wer das nicht begreift, hat entweder im Schulunterricht nicht aufgepasst oder ihm wurde im Schulunterricht - so recht nach "PISA" Schrott beigebracht! - Leider - !!

    MfG
    K. Layes

    ------

    Gedankenverbrecher beendet:

    Unter Ausschluss bestimmter Worte möchte ich Ihnen den Inhalt Ihres Satzes genau so wiedergeben, wie er im Kern ankommt: "Für mich gibt es entweder "Extreme" [...} oder Menschen [...] die begriffen haben, [...] dass Demokratie das Ergebnis [...] unter Einschluss Nordamerikas ist.

    In Ordnung... wenn DAS Demokratie bedeutet... dann ist es tatsächlich nicht das was mir in der Schule vermittelt wurde. Die Ignoranz mit der Sie - zweifelsfrei aufgrund Ihrer Position - jeden der sich für tatsächlichen Frieden einsetzt und anhand geschichtlicher FAKTEN und nicht aufgrund von Hirngespinsten die Lügen und Kriegsrechtfertigungsgründe von Seiten der USA Kritik äußert an menschenverachtenden Kriegsmitteln (und als nicht anderes kann man den Einsatz von DU-Munition bezeichnen), macht wahrlich einen weiteren Dialog nicht notwendig.
    Wenn Sie mir auf rationale Art und Weise Ihre Beweggründe für diese uneingeschränkte Unterstützung eines Besatzungsregimes (und auch DAS kann man nicht anders bezeichnen, wenn man kein "Geschichts-Laye" ist - was auch nur eine satirische Anspielung auf Ihren Namen ist) vermitteln wollten, dann ist Ihnen das jedenfalls nicht gelungen bzw. Sie haben sich eigentlich selbst damit ins Abseits gebracht. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihren weiteren Bemühungen.

    MfG

    -----

    Herr Layes:

    Sehr geehrter ....

    es freut mich außerordentlich, dass Sie mir auch weiterhin Erfolg wünschen.
    Auch deshalb nochmal:
    Es bringt nix, ist verfälschend und es ist auch unfair, meine Äußerungen in der von Ihnen vorgenommenen Kürzung wiederzugeben.

    Genau an der Stelle, an der es darauf ankommt: "...dass Demokratie das Ergebnis ..." machen Sie nun Auslassungspünktchen statt sich genau dem zu stellen worauf es ankommt: christlich-abendländische Wurzeln und humanistisch-aufklärerische Vernunft! (oder haben Sie mit diesen Fundamenten ein Problem???)

    Demokratie - ob es Ihnen nun in Ihr Weltbild passt oder nicht - hat sich in seiner Ausprägung wie im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aus den Entwicklungen seit der Frz. Revolution und der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, verbunden mit der Verfassung der USA entwickelt.
    Geprägt - und das müssen Sie ebenfalls zur Kenntnis nehmen - sind diese Verfassungen durch die gesellschaftspolitischen Entwicklungen dieser Nationen und weiteren europäischen Verfassungsentwicklungen (wie bspw. in Großbritanien).

    Es stellt sich mir daher in der Diskussion mit Ihnen die Frage, ob Sie nicht ein ganz anderes Demokratieverständnis haben - das u.U. fern unserer Verfassung ist!!!!

    Ich jedenfalls bin als Bürgermeister auf diese Verfassung der Bundesrepublik Deutschland vereidigt!!!
    (Ich erspare mir jetzt, Ihnen den Vereidigungstext zu zitieren!)

    Jedenfalls streite ich auch für Ihr Recht auf freie Meinungsäußerung!
    Ich kann damit leben, wenn Sie anderer Meinung sind
    Sie sollten vielleicht dasselbe versuchen.
    Dann können wir auch weiterhin im Wettbewerb der Ideen - für eine noch bessere Demokratie (Welt)- durchaus weiterstreiten, kultiviert, gewaltfrei, und Recht und Gesetz achtend!!!
    Mit Radikalen oder "Extremen" allerdings hab ich nix am Hut!!!!!!!!!!!!!!!

    Mit "offenem Visier" streitend (von mir wissen Sie, wer ich bin!) verbleibe ich

    mit freundlichen Grüßen
    Klaus Layes

    -------

    Gedankenverbrecher:

    Sehr geehrter Herr Layes,

    selbstverständlich bin nicht ICH es der ein Problem mit den durch die Verfassung der USA und unser Grundgesetz garantierten Grundsätzen der Demokratie hat. Natürlich bin ich auch in gewisser Weise dankbar darum, meine Meinung äußern zu dürfen, wobei ich denke, dass das eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

    "Ich jedenfalls bin als Bürgermeister auf diese Verfassung der Bundesrepublik Deutschland vereidigt!"

    Welche Verfassung wurde denn von UNS als Volk in freier Entscheidung eingeführt? Und wann?

    "Ich kann damit leben, wenn Sie anderer Meinung sind
    Sie sollten vielleicht dasselbe versuchen."

    Ich respektiere jede Meinung. Ganz sicher. Aber MEINE meinung führt nicht zum Tod von unschuldigen Zivilisten.

    "kultiviert, gewaltfrei, und Recht und Gesetz achtend!!!"
    absolut richtig.
    Sa hätte ich gerne.
    Nichts anderes.
    Und das machen die USA nicht und in Deutschland wird es gerade auch nicht gemacht. Im Gegenteil: Herr Schäuble redet in unzähligen Interviews ganz offen darüber, dass das Grundgesetz zerbrechen würde wenn man es nicht abändern würde. Aber konstitutionelle Rechte DARF man nicht abändern. Und diese konstitutionellen Rechte werden in den USA ja auch momentan Punkt für Punkt aufgeweicht, ebenso wie unser Grundgesetz.
    Das Volk hat keine Angst vor Terroristen. Egal wie intensiv diese Ansicht propagiert wird. Das Volk hat Angst vor Kriegspolitik und Aufrüstung. Frieden predigen und Waffen verkaufen... DAS ist die Doppelmoral die doch einfach nicht zu rechtfertigen ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    ---------
    Herr Layes:

    "selbstverständlich bin nicht ICH es der ein Problem mit den durch die
    Verfassung der USA und unser Grundgesetz garantierten Grundsätzen der
    Demokratie hat"... - Wer hat denn nun ein Problem damit???

    "Natürlich bin ich auch in gewisser Weise dankbar darum,
    meine Meinung äußern zu dürfen..." - "in gewisser Weise..." - Man/frau möge mal jene fragen, die tatsächlich (langanhaltend) ihr Meinung nicht frei äußern konnten!! - Die sind nicht in "gewisser Weise dankbar, die sind unendlich dankbar...!

    "...wobei ich denke, dass das (freie Meinungsäußerung) eine
    Selbstverständlichkeit sein sollte". ...
    Bitte die Welt wahrnehmen wie sie ist: z.B.: in welchem auch nur leicht islamisch geprägten Land z.B. gibt es wirklich das Recht auf eine freie Meinung????? - Außerdem: es scheint typisch für unseren "freiheitlich-demokratischen Kulturkreis", dass ausgerechnet die, die am freiheitlichsten ihre Meinung kundtun können ständig über den Mangel an Freiheit palavern! - und dann lassen sich solche Presseleute und die Öffenlichkeit von den Drohungen z.B. radikaler Islamisten einschüchtern (siehe "Karikaturenstreit")!!! - Na, prost-Mahlzeit (Presse-)freiheit! - siehe auch: "Wehrhafte Demokratie"

    "Welche Verfassung wurde denn von UNS als Volk in freier Entscheidung
    eingeführt? Und wann?" ... - Was soll der KÄSE ??? (siehe hierzu: Verfassungsdiskussion in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949)

    "Ich respektiere jede Meinung. Ganz sicher. Aber MEINE meinung führt nicht
    zum Tod von unschuldigen Zivilisten". ... - Wann führen Meinungen zum Tod von Unschuldigen: dann wenn es die Meinung eines "Führers" eines Diktators eines nicht kontrollierten oder nicht kontrollierbaren Einzelnen ist! Ich stelle dagegen die Verfassung eines freiheitlich-demokratischen Staates!

    "Und das machen die USA nicht und in Deutschland wird es gerade auch nicht
    gemacht. Im Gegenteil: Herr Schäuble redet in unzähligen Interviews ganz
    offen darüber, dass das Grundgesetz zerbrechen würde wenn man es nicht
    abändern würde. Aber konstitutionelle Rechte DARF man nicht abändern. Und
    diese konstitutionellen Rechte werden in den USA ja auch momentan Punkt für
    Punkt aufgeweicht, ebenso wie unser Grundgesetz". ... Wo um alles in der Welt waren Sie in der Schule?? - Wer hat Sie "gebildet"??
    Was machen Sie eigentlich, indem Sie sich im Internet mit Ihrer Meinung breitmachen?? - Sie nutzen die Meinungsfreiheit, die Ihnen gerade auch aufgrund der technologischen Entwicklungen, die maßgeblich aus den USA kommen, möglich sind. - Wo aber werden Internetverbindungen ins Ausland (und im Land) zwecks Repressionen überwacht?? - China, Russland, Iran, ... - das sind doch "Demokratien!!!!" oder??
    Sollten Sie noch nie etwas über "Wehrhafte Demokratie" in einer "Pisa-geschädigten" Schule vernommen haben, dann machen Sie sich doch mal schlau!!!!

    "Das Volk hat keine Angst vor Terroristen. Egal wie intensiv diese Ansicht
    propagiert wird. Das Volk hat Angst vor Kriegspolitik und Aufrüstung". ... - Da weiß ich aber anderes!!!

    "Frieden predigen und Waffen verkaufen... DAS ist die Doppelmoral die doch
    einfach nicht zu rechtfertigen ist". ... Da haben Sie grundsätzlich schon Recht - aber - siehe unten: Die USA haben auch Stalin aufgerüstet - und auch die "glorreiche Sowjetarmee" ernährt (übrigens ohne dass die Sowjetunion jemals die Rechnung bezahlt hätte!), damit diese(r) noch eine Chance zur Gegenwehr gegen Hitler hatte! - Also, auch diesbezüglich hat alles so seine zwei Seiten...

    Na - ja - wir lassen es jetzt mal gut sein!
    MfG
    Klaus Layes

  • Pisa(niert)

    Also, was sagen wir zur aktuellen Pisa-Studie?

    Sind wir jetzt schlauer oder nicht? Haben sich die offensichtlichen Bemühungen unserer Politiker bezahlt gemacht, unser Bildungssystem zu verbessern? Schliesslich gab es ja etliche Einsparmassnahmen, die unsere Schüler in der ach so wichtigen Studie vornabringen sollten:

    - Mehrbelsatung von Lehrern
    http://www.abendblatt.de/daten/2003/10/23/221712.html

    - Größere Klassen
    http://www.schwarzwaelder-bote.de/wm?catId=7833800&artId=12441950&offset=7

    Ein Beispiel aus Hessen (schon etwas älter aber dennoch richtungsweisend):
    http://www.wsws.org/de/2003/okt2003/koch-o07.shtml
    http://www.wsws.org/de/2003/nov2003/hess-n21.shtml

    Ach so dann haben wir noch die Nachmittagsbetreuung...
    was das mit Einsparung zu tun hat? Nun, so sozial das ganze auch auf den ersten Blick scheinen mag... was ist denn die logische Konsequezn aus der Nachmittagsbetreuung?

    1. Die Kinder sind NOCH mehr an Fremderziehung gebunden und noch WENIGER an familiären Halt.
    2. Das Elternteil das ansonsten vielleicht nur halbtags oder gar nicht arbeiten könnte, kann jetzt VOLLZEIT arbeiten. Na was für ein Glück... aber für wen? Für das Kind? Für das Elternteil? Oder doch eher für den Staat?

    Aber jetzt zu den PISA-Studien:

    Wie bei der Klimaforschung ist es auch bei PISA so, dass sie von den Regierungen der OECD finanziert werden. Gut, das alleine ist ja noch nicht schlimm, aber die ERGEBNISSE werden im Eigenverlag der OECD ohne vorherige externe Begutachtung veröffentlicht. Eine Primärveröffentlichung in Fachzeitschriften wäre auch gar nicht möglich, denn die Mehrheit der Testaufgaben (in der Sprache der Psychologie: der "Instrumente") wird geheim gehalten, was einen offenkundigen Verstoß gegen wissenschaftliche Standards darstellt.

    Sehr schön. Das kennen wir ja irgendwie auch vom "menschlich verschuldeten Klimawandel".
    Wer finanziert jetzt am meisten?
    Na ratet mal... wenn es schon in meinem ach so "antimerikanischen" Blog steht... tja es ist aber nunmal fakt dass mehr als 25 Prozent der Finanzierung über die USA läuft... und das bei 30 Mitlgiedsländern. Natürlich hängt das mit der Wirtschaftskraft zusammen, aber dennoch:

    Durchschnitt wäre also, 3,3 %. USA finanzieren jedoch 25 %
    Wer Geld für eine bestimmte Studie hinlegt, hat auch ein Interesse an einem bestimmten Ergebnis denke ich mir.

    Dann ist niemandem wirklich klar, inwieweit die Tests überhaupt den Inhalten der Lehrpläne entsprechen. Da die Testverfahren geheim gehalten werden ist deren Validität von niemandem offiziell nachweisbar.

    Der Mathematikdidaktiker Meyerhöfer hat auch ein Buch herausgebracht, in dem er die Irreführung der veröffentlichten Testfragen erläutert. Auch andere Kritiker zweifeln an der Seriosität der Studie:

    http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/pisa-studie-schrott/

    Meyerhofer kritisiert insbesondere folgendes:

    - Oftmals gibt es so viele Möglichkeiten, zur gewünschten Lösung (die nicht in jedem Fall die richtige Lösung ist) zu gelangen, dass man nicht benennen kann, welche Fähigkeit die Aufgabe eigentlich misst. Das Konstrukt ?mathematische Leistungsfähigkeit? wird damit zu einem zufälligen.

    - Es werden Komponenten von Testfähigkeit mitgemessen. Als Kernkompetenz von Testfähigkeit stellt sich heraus, weder das gestellte mathematische Problem noch die angeblichen realen Probleme ernst zu nehmen, sondern sich stattdessen auf das zu konzentrieren, was die Tester angekreuzt oder hingeschrieben sehen wollen. Prinzipiell erweist es sich als günstig, mittelmäßig zu arbeiten, auf intellektuelle Tiefe in der Auseinandersetzung mit den Aufgaben also zu verzichten.

    - Man kann bei Multiple-Choice-Tests raten. Die PISA-Gruppe behauptet zwar, dieses Problem technisch überwinden zu können, dies erweist sich aber als Fehleinschätzung.

    - Die vorgeblich verwendeten didaktischen und psychologischen Theorien sind lediglich theoretische Mäntel für eine theoriearme Testerstellung.

    - Die Tests werden nicht durch Operationalisierungen von Messkonstrukten erstellt, sondern durch systematisches Zusammenstückeln von Aufgaben.

    - Bei PISA sollte ?Mathematical Literacy? getestet werden. Verkürzt sollte das die Fähigkeit sein, ?die Rolle, die Mathematik in der Welt spielt, zu erkennen und zu verstehen, begründete mathematische Urteile abzugeben und sich auf eine Weise mit der Mathematik zu befassen, die den Anforderungen des gegenwärtigen und künftigen Lebens einer Person als eines konstruktiven, engagierten und reflektierten Bürgers entspricht? (PISA-Eigendarstellung). Von all dem kann angesichts der Aufgaben keine Rede sein.

    - Es zeigt sich ein mathematikdidaktischer Habitus, der unter dem Stichwort der ?Abkehr von der Sache? zusammengefasst wird. Er umfasst folgende Elemente: Manifeste Orientierung auf Fachsprachlichkeit bei latenter Zerstörung des Mathematischen, Illusion der Schülernähe als Verblendung, Kalkülorientierung statt mathematischer Bildung, Misslingen der ?Vermittlung? von Realem und Mathematischem bei realitätsnahen Aufgaben. Letzteres gründet in der Nichtbeachtung der Authentizität sowohl des Realen als auch des Mathematischen.

    http://www.math.uni-potsdam.de/prof/o_didaktik/a_mita/ac/Veroe/Wolfram_Kulturindustrie.pdf

    Übersetzungsschwierigkeiten kommen dabei auch noch erschwerend hinzu. Die Textlänge aller Aufgaben unterschiedet sich dabei teilweise um bis zu 10%.

    Außerdem ist man in Deutschland das "multiple-choice" system nicht gewöhnt.
    Bis zu 10 Prozent der deutschen Schüler kreuzten mehr als eine Antwortmöglichkeit an. Bei Schülern die dieses Aufgabenformat bereits kennen, passierte das nicht.

    Mein Lieblingsthema: Behinderte bzw. benachteiligte Schüler:
    Nicht nur dass je nach Land die Schulpflichtigkeit und auch die Schulanwesenheit der 15-jährigen stark variiert (In der Türker 54 % aller 15-jährigen, in Deutschland mehr als 96%), auch bestimmte Gruppen von Schülern wurden in verschiedenen Ländern herausgenommen:

    Nur in sieben Ländern, zum Beispiel auch Deutschland, wurden lernbehinderte Jugendliche mitgetestet.
    Dänemark, Finnland, Griechenland, Irland und Polen haben Legastheniker vom Test ausgeschlossen
    In Dänemark wurden auch Schüler mit Rechenschwäche ausgeschlossen.
    Verstoß gegen internationale Regeln: Kanada, Dänemark, Neuseeland, Spanien und die USA haben mehr als die erlaubten 5% der Zielpopulation ausgeschlossen.

    Die Pisastudie sagt nichts über die ENTWICKLUNG der Schüler aus. Außerdem ist nicht klar, mit welche VORWISSEN, die Schüler überhaupt erst in die Schule kommen und es ist nicht ersichtlich welche NACHBEREITUNG noch geschieht, bevor die Schüler ihren Schulabschluss machen. Allein daher ist dieses kleine Segment des IST-Zustandes eigentlich relativ unbrauchbar und vor allem: Es sagt nicht zwangsläufig etwas über das Schulsystem oder gar die Lehrer aus.

    Soviel mal dazu. Vielleicht finde ich noch ein wenig mehr.

  • Gedankenverbrechen - Intermezzo 4 - Video

    Nachtrag zum Orwell-Mix:
    Hab jetzt ein Video draus gemacht. :)

  • "Sozial ist, was Arbeit schafft." - Ach ja?

    Ich kann den Spruch nicht mehr hören. Heute ist der CDU-Parteitag und ich höre diese angewärmte Luft von unserer Kanzlerqueen.

    Sozial ist was Arbeit schafft...

    hat darüber mal jemand genauer nachgedacht?
    Sklaven haben auch Arbeit. Ist das deshalb sozial?
    Warum ist es sozial, wenn es Arbeit gibt? Ich finde es wäre sozial, wenn man für angemessene Arbeit angemessen bezahlt werden würde. Dass die ganzen Hartz IV Massnahmen und 1-Euro Jobs nicht zum Lebensunterhalt ausreichen, das wird ja schon hinreichend klargestellt. Zum Glück lässt sich von diesem Schwachsinn kaum noch einer blenden.

    Aaaaber, wenn ich einen Spruch höre wie: "Jeder Arbeitslose ist ein Arbeitsloser zu viel" ... rein vom Bauchgefühl würde ich ja auch sagen, dass dem so ist... aber genauer betrachtet:

    Nehmen wir mal Merkels Utopia an und sie mit der großen Union ("Ohne die Union wäre Deutschland heute nicht da wo es jetzt ist." haha, jaaaa DA hat sie wohl recht) würde es tatsächlich schaffen, in Deutschland die Arbeitslosigkeit zu beenden.

    Jeder wäre in Arbeit, egal ob schlecht, ob recht, aber jeder hat Arbeit...

    und dann?

    Wie ist dann ab dem Zeitpunkt möglich ein Wirtschaftswachstum zu erzeugen, das höher ist als die Inflation?

    Mehr Leute einstellen geht ja nicht. Produktivität steigern? Jeder Mensch kann nur ein bestimmtes Maß erfüllen.
    Wie soll dann das weitere Wachstum aussehen? Noch mehr Waffen ins Ausland exportieren? Oder würde man nicht eher die gleiche Anzahl an Mitarbeitern entweder mehr arbeiten lassen, oder ihren Lohn kürzen? Oder lieber Arbeiter aus anderen Ländern, die mit weniger Geld auskommen als wir? So oder so... wenn es keine Arbeitslosigkeit mehr gäbe, heisst das doch nicht dass es besser wird. Es wird doch Jahr für Jahr schlimmer.

    Dass sich die Union jetzt damit brüstet, dass sie die NEUverschuldung so niedrig gehalten haben... HAHAHA... selten so gelacht. Auf wessen KOSTEN denn? Wer bemerkt es denn jeden Tag an der Zapfsäule und im Supermarkt?

    Es gibt NICHTS auf der ganzen Welt, das auf Ewigkeit nur wachsen und wachsen und wachsen kann und zwar jedes Jahr um 3% seines Gesamten. Kein Lebewesen und kein Markt kann das. Die Zentralbanken VERARSCHEN uns! Sie gaukeln uns vor, dass diese Inflationstrate gut ist fürs Wachstum und man sieht es doch in den USA wie sie zur Weltwirtschaftsmacht (auf Pump) geworden sind. Ein riesengroßer Schwindel ist es und in den USA bekommen sie jetzt die Quittung dafür. Und obwohl das Problem doch offensichtlich ist, wird stets der Unterschied zwischen der Federal Reserve und der EZB erwähnt, dabei ist das Wirtschaftssystem trotzdem das Gleiche: Infaltionsrate = Wirtschaftswachstum.

    Arbeit für alle? Dann sollten wir einfach in einem autarken Dorf leben, jeder seinen Fähigkeiten entsprechend sich in die Gemeinschaft einbringen... die wenigsten Menschen arbeiten doch mit ihrer Arbeit tatsächlich FÜR die Mitmenschen, sie arbeiten für einen Arbeitgeber, der widerrum unter dem Zweck des Nutzens eigenes Kapital einfährt. Selbst gemeinnützige Gesellschaften haben zumindest ihre Lebenshaltungskosten damit gedeckt. Wir achten kaum noch auf unsere Umgebung. Es muss eine neue Form der Gesellschaft entstehen, meiner Ansicht nach.

    Arbeit für alle? Und für wen arbeiten dann alle? Die Hälfte des Lohns geht an den Staat. Und 20 Prozent von allem was wir mit dem Rest kaufen geht als Mehrwertssteuer wieder an den Staat. Damit sind schon 70 Prozent weg. Was machen wir mit dem Rest? Ich schätze mal dass der größte Teil des Restes an Großkonzerne geht. ... Und IST das die Erfüllung?
    Kann das der Sinn sein?
    Mir ist das nicht genug. Und ich bin bestimmt nicht gierig. Ich will nur wissen, dass das was ich leiste auch meinem Leben zugute kommt. Nur das ist Selbstbestimmung, alles andere ist Fremdbestimmung.

    Jeder kann mal drüber nachdenken, wie "frei" er/sie wirklich in seinen/ihren Entscheidungen ist.

    Ich möchte frei sein und ich glaube ich bin nicht allein mit diesem Wunsch.

  • Kriegsspiele - Zivilisten sind doch erst das Salz in der Kriegssuppe

    Hier ein Bericht von www.german-foreign-policy.com :

    ROSTOCK/HOHENFELS/BAGDAD/LINZ
    (Eigener Bericht) - Deutsche Unternehmen ermöglichen mit der Vermittlung Tausender "Statisten" an die US Army Militärtrainings für völkerrechtswidrige Kriegshandlungen im Irak. Die Manöver, für die unter anderem eine "Firma DSS" aus Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) Zivilpersonal bereitstellt ("Civilians on the Battlefield"), dienen der unmittelbaren Vorbereitung von Kampfeinsätzen in dem vom internationalen Recht nicht gedeckten Krieg. Bei der Anwerbung der "Statisten" bevorzugt die "Firma DSS" Iraker, weil sie gute Kenntnisse über "Traditionen und Gepflogenheiten" am Kriegsschauplatz besitzen. Auch Afghanen werden für Manöver engagiert, bei denen für den Einsatz am Hindukusch trainiert wird. Das Armeegelände in Hohenfels (Bayern), auf dem die "Statisten" zum Einsatz kommen, ist nach dem Truppenübungsplatz im nahe gelegenen Grafenwöhr das zweitgrößte Trainingsareal der US-Truppen innerhalb Europas. Beide Standorte werden derzeit von Washington mit einem Milliardenbetrag ausgebaut; sie nehmen eine zentrale Rolle in den US-Plänen für künftige Kampfeinsätze im sogenannten Anti-Terror-Krieg ein. Auch die Bundeswehr nutzt beide Truppenübungsplätze zur Vorbereitung auf die gemeinsamen Kriege.
    Einsatzvorbereitung
    Die mehrwöchigen Kriegsübungen, für die die "Firma DSS" zwischen 80 und 750 "Statisten" bereitstellt [1], ermöglichen nach Auskunft des Unternehmens "ein realistisches Training zur Vorbereitung von US Soldaten auf ihren Einsatz im Irak", wahlweise auch in Afghanistan oder im Kosovo [2]. Die Militärs sollen mit den "Traditionen, Gepflogenheiten und Gewohnheiten" am Kriegsschauplatz "vertraut gemacht werden" und "den richtigen Umgang mit der irakischen/afghanischen Zivilbevölkerung" lernen. Bei den Übungen geht es unter anderem um Aufstandsbekämpfung. Zivilisten werden dabei "als Verkäufer, Cafébesitzer, Handwerker oder Teilnehmer einer Demonstration etc. eingesetzt, um die nachgebauten irakischen Dörfer mit Leben zu füllen." Weil größtmögliche Nähe zum tatsächlichen Einsatzszenario angestrebt wird, zieht die Rostocker Firma bei der Auswahl des Personals für das Besatzungstraining Iraker und Afghanen vor.
    Komplette Infrastruktur
    Die Vermittlung von "Statisten" für Kriegsübungen der US Army findet in großem Maßstab bereits seit 1999 statt. Allein die bayerische Firma Optronic will den amerikanischen Streitkräften in den Jahren 1999 bis 2005 über 3.000 Zivilisten vermittelt haben. Seit 2003 - dem Jahr des Überfalls auf den Irak - trainiert das US-Militär in Deutschland auch mit Statisten muslimischen Glaubens.[3] Seit Juli 2006 ist die "Firma DSS" im Geschäft; Optronic wurde nicht weiter kontraktiert, weil ihr Geschäftsführer wegen der Lieferung atomwaffenfähigen Materials nach Nordkorea zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden war.[4] Die "Firma DSS" kooperiert bereits seit Anfang 2004 mit der US Army in Hohenfels "im Bereich Personaldienstleistung und Service" - gemeinsam mit der Kölner eps GmbH. Diese gewährleistet die "Versorgung der amerikanischen Einheiten während der Übungen in Deutschland" mit der "komplette(n) Infrastruktur von Zelten über Duschen, Toiletten und Lebensmittel bis hin zu Bleistiften, Kopierern und Papier".[5]
    Bedeutender Arbeitgeber
    Geschäfte mit den Kriegsübungen der US Army gehören in der strukturschwachen Umgebung der Manöverplätze zu den wichtigsten Wirtschaftsfeldern. Allein der Truppenübungsplatz Hohenfels beschäftigt 760 deutsche Arbeitskräfte, beim Truppenübungsplatz Grafenwöhr sind es viermal so viele. Hinzu kommen Einzelaufträge wie etwa die Errichtung eines Tunnelsystems, in dem Kämpfe wie in Tora Bora (Afghanistan) simuliert werden können. Allein im Jahr 2006 hat Washington 100 Millionen US-Dollar in Grafenwöhr investiert, die aktuellen Gesamtinvestitionen belaufen sich auf bis zu einer Milliarde US-Dollar. Die US Army ist einer der größten Arbeitgeber in der Region - und schafft damit Abhängigkeiten, die Proteste etwa wegen des anhaltenden gesundheitsschädigenden Manöverlärms verhindern.[6]
    Generalprobe
    Die Truppenübungsplätze Hohenfels und Grafenwöhr besitzen für die globale US-Kriegsplanung besondere Bedeutung. Grafenwöhr ist mit einer Fläche von insgesamt rund 234 Quadratkilometern einer der größten Truppenübungsplätze weltweit und der größte in ganz Europa, auf dem scharf geschossen werden darf. Auf dem Gelände finden gelegentlich Gefechtsmanöver mit mehr als 10.000 Soldaten statt. Bereits zu Zeiten des Vietnamkriegs war Grafenwöhr das wichtigste Trainingsareal der US Army in Europa. Auch die Kriege gegen Jugoslawien wurden hier vorbereitet. Anfang 2003 fand auf dem Truppenübungsplatz mit einer groß angelegten Computersimulation eine Generalprobe für den Überfall auf den Irak statt; daran waren rund 1.000 Offiziere beteiligt. Bis heute spielt Grafenwöhr eine zentrale Rolle für die US-Kriegslogistik. Bekannt ist unter anderem, dass eine der Einheiten, die im Spätherbst 2004 Falludscha in Schutt und Asche legten, aus Grafenwöhr eingeflogen worden war. Der US-Angriff auf Falludscha gehört zu den am schärfsten kritisierten US-Kriegshandlungen im Irak.
    Aufstandsbekämpfung
    Der Truppenübungsplatz Hohenfels, rund 50 Kilometer südwestlich von Grafenwöhr gelegen, ist mit rund 160 Quadratkilometern das zweitgrößte Trainingsgelände der US Army in Europa. Dort werden Militärs nicht nur auf größere Überfälle vorbereitet ("Major Combat Operations"), sondern auch in speziellen Kampftaktiken zur Aufstandsbekämpfung geschult ("Counter-Insurgency Operations"). Dazu gehören etwa "Häuserkampf" oder der Kampf gegen Kombattanten in höhlenähnlichen Umgebungen. Auch das Vorgehen gegen Demonstranten in den besetzten Gebieten zählt zu den "Counter-Insurgency"-Trainingsinhalten; hierzu werden die von der "Firma DSS" und anderen Zulieferern angeworbenen "Statisten" ("Civilians on the Battlefield") benötigt. Auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels trainieren nicht nur US-Truppen, sondern auch NATO-Einheiten sowie Soldaten aus Staaten, die sich am sogenannten Anti-Terror-Kampf beteiligen. Zu Jahresbeginn etwa wurden dort rund 140 Georgier für Kampfeinsätze im Irak geschult.[7]
    Eng verbunden
    Selbstverständlich finden in Grafenwöhr und Hohenfels auch Kriegstrainings der Bundeswehr statt. Bereits 1957 wurde auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr ein "Verbindungskommando der Bundeswehr" installiert, das unter neuer Bezeichnung bis heute tätig ist.[8] Es schafft für die deutsche Armee "die Möglichkeit zur Gefechts- und Schießausbildung bei Tag und Nacht".[9] Deutsche Soldaten üben in Grafenwöhr für die Einsätze im Kosovo und in Afghanistan - in erheblichem Umfang: Die Bundeswehr spricht von rund 100.000 "Manntagen" im Jahr. Seit Beginn der 1990er Jahre hat die Bundesregierung erweiterte Mitspracherechte in Grafenwöhr und Hohenfels; so muss etwa jede Ausweitung der Manöver in die Nacht oder an Wochenenden vom Bundesverteidigungsministerium eigens genehmigt werden.[10] Die "enge Verbundenheit zwischen Deutschland und den USA" sei "fast nirgendwo so greifbar zu spüren" wie auf den beiden größten Truppenübungsplätzen Europas, heißt in der Bundeswehr über die Orte deutsch-amerikanischer Kriegstrainings für Afghanistan und das Kosovo.[11]
    Protest
    Während die Kriegsübungen und die Zuarbeit für sie in Deutschland weitgehend unbeachtet bleiben, regt sich in Österreich Protest. Die "Firma DSS" aus Rostock hat dort vor wenigen Tagen sogenannte Castings durchgeführt, mit denen neue "Statisten" für US-Manöver in Süddeutschland angeworben wurden. Wie es am Rande einer Protestkundgebung in Linz hieß, wird dies als besondere Provokation empfunden: In Österreich gilt immer noch das Neutralitätsgesetz, das es dem Land verbietet, sich an internationalen bewaffneten Konflikten zu beteiligen. "Die Anheuerung von Menschen für kriegsführende Armeen - und sei es auch nur als 'Statisten' -," heißt es in einer Stellungnahme, "hat hier nichts verloren."[12]
    [1] Gesucht: Araber aus Linz; Die Presse 23.11.2007
    [2] Trainieren der amerikanischen Soldaten im richtigen Umgang mit der irakischen/afghanischen Zivilbevölkerung; www.firma-dss.de
    [3] Araber, bitte zum Casting!; Der Spiegel 09.02.2007
    [4] Auf dem Schlachtfeld; taz 26.02.2005
    [5] Referenzen; www.eps.ag
    [6] s. dazu Hauptstützpunkt
    [7] s. dazu Freie Meinungsäußerung
    [8] Es heißt seit 1997 "Dienststelle des Deutschen Militärischen Vertreters bei der Truppenübungsplatzkommandantur Grafenwöhr/Hohenfels (DMV/TrÜbPlK)".
    [9] Deutscher Militärischer Vertreter - Truppenübungsplatz Grafenwöhr; www.streitkraefteunterstuetzungskommando.bundeswehr.de
    [10] Schießen seit fast 100 Jahren; www.br-online.de
    [11] Bundeswehr in Grafenwöhr: 50-jähriges Jubiläum am Truppen­übungsplatz Grafenwöhr; www.streitkraefteunterstuetzungskommando.bundeswehr.de
    [12] "Kriegscastings" für die US-Armee im Hotel Steigenberger in Linz; Pressemitteilung der Werkstatt Frieden und Solidarität Linz 22.11.2007

  • Energie... Macht der Hoffnung und Liebe, nicht nur dem Hass

    Wenn man junge Eltern fragen würde: "was ist ein Wunder?“, dann würden sie wahrscheinlich ein wenig betroffen lächeln, wenn man ihnen sagen würde, daß ein Wunder „ein gesundes Kind“ ist. Sie würden wohl lächeln und zustimmen – weil sie ihr Kind zweifelsfrei lieben – aber sie würden sich wohl dennoch nicht wirklich darüber im klaren sein, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, ein ganzes Leben lang. Was es bedeutet, ein gesundes Kind zu haben und wie schnell es krank werden kann... seelisch... und psychisch.... bei weitem nicht nur körperlich.
    Manche Wunden bluten ewig und vernarben nicht und das gebrannte Kind scheut das Feuer.
    Ich selbst kann von mir behaupten, bis zu meinem dritten Lebensjahr gesund gewesen zu sein. In jenem Jahr mußte ich erfahren, daß man als protestantisch getauftes Kind in einem katholischen Kindergarten ein schweres Los hatte.
    Ich wurde von den Nonnen dort geschlagen, verspottet, von ihnen vor den anderen Kindern bloßgestellt und als Heidenkind beschimpft. Ich wurde in den Keller gesperrt.
    Ein Kind, das in einer magischen Welt bisher gelebt hat – mit magischem wie dem Sandmann, dem Osterhasen oder dem Christkind – wird also von einem Moment auf den anderen brutal aus dieser Welt gerissen und fragt sich eingesperrt in jenem dunklen Keller, wo denn der allmächtige liebe Gott sei, der es aus dieser Gefangenschaft befreien würde.
    Da die Hilfe nicht eintrifft, beginnt das Kind, das doch bisher an das Gute im Menschen glaubte, an sich selbst zu zweifeln, beginnt zu denken, daß es selbst etwas falsch gemacht haben müßte.
    Und durch dieses einzelne Erlebnis kann das Kind schon eine sehr wichtige Eigenschaft verlernt haben, die es vielleicht nie wieder aufbauen kann: Vertrauen.
    Vertrauen in sich selbst und in andere.
    Da hilft keine verdammte Therapie, da helfen keine Antidepressiva.
    Das Kind ist einfach eine einzige Wunde, die sich nicht schließt.
    Eine Wunde die sich deshalb nicht schließt, weil sie immer und immer wieder aufgekratzt wird.

    Ich kann mich nicht mit wissenschaftlichen Definitionen brüsten, oder kann empirisch messbare Daten liefern und das juckt mich auch nicht. Ich sehe was ich sehe, ich fühle was ich fühle und jeder konstruiert sich seine Welt, seine Wahrheit, seine Maxime des Lebens.

    Was ist Energie?

    Der Energieerhaltungssatz war in der Schule für mich das Einzige, was ich an Physik wirklich verstanden habe: Dass in einem geschlossenen System lediglich eine Umverteilung von Energien stattfindet, nichts hinzugefügt und nichts weggenommen werden kann. Meine Überlegung war jetzt folgende:

    Normal müsste doch JEDES Lebewesen (vielleicht sogar jeder Gegenstand) die jeweils gleiche Menge an Energie mit sich bringen. Die Vielfalt unseres Lebens zeichnet sich doch durch unsere Spezialisierungen
    aus.
    Ich bediene jetzt gleich im Folgenden Klischees, die NICHT allgemeingültig sind, die aber wohl durchaus tendenziell in diese Richtung gehen (ich sagte ja schon, ich werde keine empirischen Messungen anführen, sondern nur mein Bauchgefühl reden lassen):

    Es gibt Menschen die physisch eher stärker sind und dafür weniger Energie für Intellekt verwenden.

    Ähnliches gilt für die Paris Hiltons dieser Welt, die weniger Energie in irgendwelche Arbeit stecken müssen, da sie ihre Ziele oft nur durch ihr Auftreten und Aussehen erreichen.

    Es gibt die Intellektuellen, die schon in der Schule eher die Zeit mit Büchern verbrachten als mit Freunden (die sie wahrscheinlich wegen der Bücher nicht hatten),

    Dann gibt es die Spasskultur, die ihre Energien nach dem Motto: Live fast die young verwenden, bei jedem Saufgelage und jeder Party vorne mit dabi sind und die im Gegenzug dafür oft eines frühen nicht natürlichen Todes sterben.

    Ich stelle mir das so vor: Der Charakter oder die Fertigkeiten eines Menschen sind ähnlich wie bei einem Rollenspiel wie AD&D oder "Das schwarze Auge" zu sehen: Es gibt einen Pool von Punkten und Fertigkeiten die ein Mensch besitzt und die sind alle unterschiedlich verteilt. Prinzipiell gibt es dadurch kein schlechter, kein besser, kein schwarz und kein weiß. Es ist eine Umverteilung der Energien. Wie vergibt man sich diese Punkte, wenn man die Wahl hat? Man vergibt sie so, dass man den Umweltbedingungen entsprechend die bestmögliche Handlungsfreiheit hat und am besten mit den gestellten Problemen zurechtkommt.

    Was ist mit unseren "schwächeren" der Gesellschaft? Behinderungen?
    Gehen wir von diesem Gesamtpool aus:

    - Ist ein Mensch blind, muss er sich um so mehr auf seine anderen Sinne verlassen, die dieses Handicap ausgleichen. Tastsinn und Gehör sind daher wesentlich stärker ausgeprägt. Ich denke das ist nur mit diesem Energiepool zu erklären: Die Energie wird durch seine Blindheit nicht einfach "abgezogen", denn das würde dem Energieerhaltungssatz widersprechen... sie wird umverteilt.

    - Ist ein Mensch taub, ist widerrum das Auge eine Kompensationsmöglichkeit in vielen Bereichen: Nicht nur beim Lippenlesen, sondern überall nehmen diese Personen wesentlich mehr visuelle Reize wahr als der "Durchschnitt"

    - jetzt wirds interessanter: Taubstumme Blinde: Nach der Umverteilung der Energien müssen diese ja noch viel mehr Energien für die übrigen Sinne haben...

    und ich denke ihr wisst worauf ich hinauswill.. zumindest hoffe ich das...
    wenn wir das Spielchen so weiterführen kommen wir an den Punkt an dem wir über mehr sprechen als die blossen uns bekannten 5 Sinne. Da kommen wir in einen Bereich der automatisch etwas mit Glauben und Spiritualität zu tun hat. Beispiele wie Birger Sellin...
    http://de.wikipedia.org/wiki/Birger_Sellin

    autistische Kinder, denen man jahrelang überhaupt keine Fähigkeiten zugetraut hätte, nur weil sie nicht mit unserer Form der Kommunikation in Verbindung treten konnten. Auf Wikipedia steht natürlich viel zu wenig über ihn... lest mal ein zwei seiner Bücher dann wird glaube ich ziemlich gut klar, was ich meine.

    Unsere Energien sind da... in JEDEM von uns... aber "SIE" wollen uns erzählen, es gäbe unterschiede, es gäbe die Unterschiede in der Religion, in der Kultur, in der Politik, überall. Das geschieht doch nur um uns zu entzweien, um uns des Bewusstseins zu berauben, dass wir die Herrscher sind und nicht die Sklaven, dass wir die Moral sind, die ein Gesetz erst legitimiert... und nicht UMGEKEHRT. Und der absolut gravierendste Unterschied der herausgearbeitet wird ist der Unterschied zwischen Arm und Reich. Somit wird einem Fetzen Papier mit einer Zahl mehr Bedeutung beigemessen als der menschlichen Seele.

    Da ist es doch kein Wunder, dass wir uns unzulänglich und klein fühlen. Aber das wird sich ändern. "Ihnen" ist nicht klar wie sie die Energien, die die Menschen in sich tragen unter Kontrolle bekommen sollen... ich denke sogar sie glauben, dass wenn es weniger Menschen auf der Welt gäbe und somit weniger Energien gegen sie arbeiten, dass sie somit selbst mehr Macht und somit mehr Energie aufnehmen könnten...
    ich bin aber der Überzeugung dass es nicht funktioniert, da - wie ich bereits anfangs feststellte - jeder die gleiche Menge an Energien zur Verfügung hat, egal ob ein Herr Bush, eine Frau Merkel, oder das Kind mit Cerebral- und Muskelparese, das sich fünfmal am Tag in die Windeln macht.

    Sie sind nicht besser als du... du.... und wir.

    Die Energie der Gedanken, die Macht der Gedanken, die Macht der Emotionen, der Empathie und der Liebe.... diese Energien sind es die niemand messen kann.
    Diese Energien sind es, die uns niemand nehmen kann.
    Und diese Energien EXISTIEREN... jeder der schon mit Trisomie 21-Kids zu tun hatte, wird es bestätigen... was diese Kinder nicht an direkter Intelligenz haben, haben sie an emotionaler Intelligenz und Empathie.
    Es passt in das Schema wunderbar hinein: Deswegen sollte in faschistischen Regimen "lebensunwertes" Leben vernichtet werden... darum werden Abtreibungsgesetze gelockert, gerade wenn es um Behinderungen geht... darum wird eine Gesellschaft konstruiert, die es behinderten Menschen erschwert oder je nach schwere der Behinderung sogar UNMÖGLICH macht, normal daran zu partizipieren.
    Darum wird Integration nur auf dem Papier betrieben... sie haben Angst vor genau DIESER Energie: Liebe.
    Sie tun alles um sie zu unterdrücken und wir assoziieren die Botschaft von der Macht der Liebe oft nur mit Gruppierungen wie "Hippies" oder "Sekte".
    Sie bringen uns dazu sie zu HASSEN, weil sie wollen, dass wir uns mit diesem Hass auffressen und ins offene Messer laufen. Der gewaltlose Widerstand wird belächelt nach dem Motto: Gandhi ist tot und jemanden wie Gandhi gibt es nicht mehr... *lächel* ... sind wir noch fähig zu lieben? ... dann ist kein Kampf verloren. Dann ist Hoffnung nämlich nicht nur ein Wunsch, sondern eine wahre Alternative.

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