Ich habe unzählige Abgeordnete angeschrieben:
http://infokrieger.blog.de/2007/10/14/brief_an_unsere_abgeordneten~3136239

Die Antworten klangen immer gleich: humanitäre Hilfe, muss militärisch gesichert sein, sind eigentlich gegen Militär, wäre aber notwendig, Die Gefahren sind so groß da unten, die Not ist noch größer, wir helfen, wir unterstützen die USA, nur zur Verteidigung und weiteres blablabla.
Was soll ich darauf sagen? Bilder sprechen manchmal einfach mehr als tausend Worte, daher poste ich einfach die Videos, was in diesen Kriegsgebieten vorherrscht. Und zwar durch genau DIESE militärischen Massnahmen. Die Afghanen verwenden keine Uranmunition, der Irak auch nicht. Die USA verwenden sie und zwar schon seit dem ersten Golfkrieg 1991. Wenn ich als Argument von den Abgeordneten höre, dass die Strahlen ja nicht nach so kurzen Einsätzen gefährlich werden würden und dass die Truppen ja ale dementsprechend ausgerüstet sind... was fällt einem dazu ein? Nun, mir fällt die spontane Frage ein: SIND DIE ZIVILISTEN DA UNTEN DIE DIE NÄCHSTEN 4 MILLIARDEN JAHRE AUF VERSEUCHTEM BODEN LEBEN DENN AUCH ALLE GESCHÜTZT, NACHDEM IHR DAS SCHLACHTFELD WIEDER VERLASSEN HABT?

Seid ihr es nicht auch langsam leid, immer mit den selben hohlen Phrasen abgespeist zu werden, nur weil sich bestimmte Menschen nicht ihrer Verantwortung stellen wollen?
Genug der Worte, hier die Folgen:

Wie lange noch? Wann ist es genug? Oder ist es nicht schon längst genug? Gibt es IRGENDEINE Rechtfertigung dafür, dieses Elend noch weiter hinzunehmen? Ich denke NEIN.

Update: 03.11.07:
Auf Anfrage an Abgeordnete in Bezug auf den Afghanistan-Einsatz bekommt man immer und immer wieder die gleiche Leier zu hören
Ein Auszug aus der email eines Bundestagsabgeordneten, der die Kritik an seinem Abstimmungsverhalten für unangebracht hielt:

"Sie erwähnen nicht die Grundlage, dass es 2001 gelungen ist, Afghanistan von der Schreckensherrschaft der Taliban zu befreien.

Sie verschweigen, dass Afghanistan bis dahin von Terror und Diktatur gezeichnet war und unter den Taliban zu einer Brutstätte des islamistischen Terrorismus geworden war. Seine Bewohner lebten in Stammesgesellschaften, konnten überwiegend nicht lesen und schreiben und hätten niemals Demokratie erfahren.

Sie ignorieren, dass es demgegenüber heute in Afghanistan eine gewählte Regierung und ein Parlament gibt, in dem auch Frauen vertreten sind, sowie eine Verfassung für Demokratie und Bürgerrechte.

Sie unterschlagen die Erfolge der Arbeit der deutschen Soldaten im Auftrag der Vereinten Nationen bei der Herstellung und Wahrung der inneren Sicherheit. Nach und nach ist es der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gelungen, in dem zerstörten Land dazu beizutragen, die Infrastruktur mit Straßen, Brücken, Wasserversorgung und Elektrizität wieder herzustellen, Verwaltungen mit aufzubauen und die Lebenssituation der Menschen zu verbessern."

Ich bin es langsam aber sicher leid, immer wieder mit den gleichen "Scheinargumenten" abgewimmelt zu werden, die auf den ersten Blick ja sowas von vernünftig erscheinen. Ich habe daher jenem Abgeordneten folgendes geantwortet:

"Als besorgter Bürger sehe ich mit zunehmendem Schrecken den Entwicklungen entgegen, die aufgrund solcher Entscheidungen resultieren. Nicht nur dass deutsche Soldaten, oder amerikanische oder überhaupt irgendwelche Menschen in Kriegsgebiete geschickt werden, die durch die Nutzung von depleted-uranium-Munition radioaktiv verstrahlt sind, insbesondere die Argumentationen mit denen diese Kriegseinsätze gerechtfertigt werden, beunruhigend mich.

Es überrascht und erschreckt mich, wie sehr die Kriegseinsätze immer wieder als humanitär notwendig deklariert werden und dass die "Spielchen" die von Seiten der USA getrieben werden - und ich denke so kann man das durchaus bezeichnen - immer wieder von unserer Seite gedeckt werden. Auch ich habe mich mit den Themen beschäftigt, wenn auch wahrscheinlich nicht in der gleichen Richtung wie Sie.
Dass die Taliban-Regierung in Afghanistan überhaupt erst so große Macht erreichen konnte, ist mit Sicherheit auch auf die Unterstützung durch die USA erst zurückzuführen.

http://www.kriegsreisende.de/wieder/alkaida-cia.htm

Gleiches gilt für Osama Bin Laden, der ja nach wie vor für die Anschläge vom 11.September verantwortlich gemacht wird.

http://www.taliban-afghanistan.de/

Es kann doch nicht sein, dass der einfache Bürger mit solch plumpen Methoden über den Tisch gezogen wird: Zuerst wird eine Gefahr kreiert um danach dessen Bekämpfung als Legitimation für den Krieg zu holen. Schreckensherrschaften wie unter den Taliban wurden jahrelang stillschweigend hingenommen doch JETZT, nachdem die US-Truppen das Regime. das sie selbst an die Macht gebracht haben, gestürzt haben und das Land in Schutt und Asche liegt, da sollen auf einmal Demokratie und Frieden ihren Platz bekommen.

Und da Deutschland ja nur rein humanitär und zur Absicherung fungiert, waschen sich alle die Hände in Unschuld.
NATÜRLICH ist humanitäre Hilfe wichtig, natürlich ist Friedenssicherung notwendig. Um so mehr gilt es doch solche Kriegsgeschäfte, wie sie die USA seit Jahrzehnten betreiben nicht länger zu unterstützen.

Der 11.September wurde als Legitimation für Afghanistan verwendet, der 11.September wurde als Legitimation für den Irak verwendet, der 11.September wird als Legitimation für die kommende Iran-Invasion verwendet werden.

Saddam Hussein selbst wurde von den USA überhaupt erst hochgerüstet:

http://www.taz.de/blogs/datenscheich/2007/01/02/neues-jahr-neues-spiel/

Der Diktator Pinochet wurde von den USA eingesetzt:

http://www.daveinitiv.de/2006/12/13/5/pinochet-abgang-eines-tyrann.html

Der iranischer Diktator Mohammad Reza Pahlavi

http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammad_Reza_Pahlavi

Auch ansonsten gibt es vorzügliche Beispiele für die Interventionspolitik der USA:

http://www.friedenskooperative.de/ff/ff01/2-24.htm

Es war schon immer so gewesen, dass sie den Krieg also heraufbeschwören um ihn dann danach zu beenden, eine großartige Politik, gerade wenn man bedenkt, wie der militärisch-industrielle Komplex davon profitieren konnte.

Unter dem Deckmantel der "Freiheit" und der "demokratischen Werte" gibt es kein anderes Land auf der gesamten Welt, welches eine solche Macht auf solche Weise missbraucht.

und zum 11. September: Wenn die Katastophenbehörede FEMA schon ihre eigenen Pressekonferenzen faken muss...

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,513918,00.html

...dann glaube ich dass die vielen vielen Indizien die für einen "Inside job" der USA sprechen heute aktueller denn je sind.

Viele der offiziellen Erklärungen sind einfach faktisch nicht haltbar und schon auf dutzende Weise widerlegt. Ich werde sie nicht alle aufzählen, da das den Rahmen sprengen würde, aber die Quellen sind längst nicht mehr unter irgendwelchen "Verschwörungstheoretikern" zu finden, sondern unter unzähligen Wissenschaftlern, Architekten, Militärfunktionären, Sprengmeistern, Feuerwehrmännern, Angehörigen der Opfer des 11.September. Die Beweise die für den Irak-Krieg vorgelegt wurden, waren gefälscht, das ist mittlerweile bekannt. Und dennoch wird strikt ignoriert, dass dieses katalysatorische Ereignis des 11.September auch nicht so stattgefunden haben KANN, wie es offiziell behauptet wird. Und wenn der 11.September die Legitiamtion für Kriege auf der gesamten Welt darstellt alles im Namen der Bekämpfung des "internationalen Terrorismus", dann sollte doch der Wahrheitsgehalt genauestens überprüft werden. Die Lügen und Halbwahrheiten in Bezug auf die Kriege der Bush-Regierung stinken zum Himmel und dennoch werden sie im Namen von sogenannter Solidarität weiter unterstützt und getragen.

Wenn es unsere Pflicht ist, Länder zu bekämpfen, die unrechtmäßig Länder besetzen, die über Massenvernichtungswaffen verfügen, die Terrorismus unterstützen, die Diktatoren einsetzen, die demokratisch gewählte Volksvertreter durch Militärputsche entmachten lassen, die Millionen von Zivilisten als Kollateralschaden töten, die mit atomarer DU-Munition die Erde verseuchen, die die Stimme des Volkes nicht nur ignorieren, sondern sie mit aller Gewalt unterdrücken, die Wahlen manipulieren, die Kriegsrechte verabschieden die einen Präsidenten zum alleinigen Diktator machen können, die eine globale Weltherrschaft anstreben... dann sollte jeder von uns wissen, von welchem Land momentan die größte Gefahr für diesen Planeten und für die von uns allen so geschätzte Freiheit und Demokratie ausgeht... Ich hoffe, es wachen genug Menschen rechtzeitig auf.
Ich ziehe mir hier keine Hirngespinste aus dem Ärmel und ich betreibe keine Panikmache, ich stütze mich auf geschichtliche Fakten und auf gesunden Menschenverstand... unser aller Demokratie steht auf dem Spiel, wenn wir weiterhin zulassen, dass diese imperialistischen Strukturen auch bei uns weiterhin ihren Nährboden finden. Und ich appelliere an unsere Volksvertreter, sich nicht länger auf diese Machenschaften einzulassen und sie zu unterstützen."